Zusammenhang von Rauchen und dem Risiko für Migräne und Spannungskopfschmerzen20. Oktober 2025 Symbolbild: ©nik0.0kin/stock.adobe.com Eine aktuelle Metaanalyse polnischer Forschender zeigt: Aktives Rauchen korreliert mit einem erhöhten Risiko für Migräne und einem verringerten Risiko für Spannungskopfschmerzen. Zu den primären Kopfschmerzen zählen Migräne, Spannungskopfschmerzen (TTH) und Clusterkopfschmerzen (CH). Noch gibt es widersprüchliche Daten über den Zusammenhang zwischen dem Zigarettenrauchen und Kopfschmerzen. Ziel einer polnischen Metaanalyse war es daher, die Prävalenz einer möglichen Assoziation zwischen Rauchen und primären Kopfschmerzen zu untersuchen. Es zeigte sich, dass aktives Rauchen mit einem erhöhten Migräne-Risiko und einem verringerten TTH-Risiko korrelierte. Bei CH bestand dagegen keine Assoziation mit dem Rauchen, obwohl mehr als die Hälfte der CH-Patienten rauchte. Noch offen ist der Einfluss elektronischer (E) Zigaretten auf primäre Kopfschmerzen. Diese werden aktuell insbesondere von jüngeren Menschen verwendet, die für das Auftreten von primären Kopfschmerzen besonders anfällig sind. Auswertung von 37 Studien Für die Metaanalyse, publiziert in „The Journal of Headache and Pain“, durchsuchten die Forscher die Datenbanken PubMed und Scopus. Das Verzerrungsrisiko bewerteten sie mit der Methode gemäß des Joanna Briggs Institute. Random-Effects-Modelle dienten der Schätzung der Odds Ratio (OR) und Raucherprävalenz. Insgesamt 37 Studien konnten ausgewertet werden. Von diesen wiesen 22 ein geringes Risiko der Verzerrung auf. Die Prävalenz des Rauchens bei Migräne betrug 20 % (95 %-KI 16–24) und bei Migräne mit Aura (MwA) 27 % (95 %-KI 17–27). Bei TTH lag sie bei 19 % (95 %-KI 7–34) und bei CH bei 65 % (95 %-KI 55–76). Die Gesamtprävalenz des Rauchens bei primären Kopfschmerzen belief sich schließlich auf 32 % (95 %-KI 8–62). Weiterhin hatten aktive Raucher ein höheres Migräne-Risiko (OR 1,29; 95 %-KI 1,02–1,62; p=0,034) als Personen ohne Kopfschmerzen. Eine Metaregression ergab, dass weder Alter, Geschlecht noch das Publikationsdatum der jeweiligen Studie dieses Ergebnis beeinflussten. Eine Assoziation zwischen früherem Rauchen und Migräne bestand dagegen nicht. Weiterhin wurde das Risiko für TTH durch aktuelles Rauchen gesenkt (OR 0,78; 95 %-KI 0,68–0,89; p<0,001). Schließlich bestanden keinerlei direkten Korrelationen zwischen aktuellem Rauchen und CH und MwA. Eine Metaregression für TTH und CH konnte jedoch nicht durchgeführt werden. (je/BIERMANN)
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