Zusammenhang zwischen chronischer Insomnie und Asthma14. Juni 2017 © Focus Pocus LTD – fotolia.com Während zu den schon länger bekannten Risikofaktoren für Asthma das Rauchen, Adipositas und Lungenverschmutzung gehören, sind in jüngerer Vergangenheit auch Depressions- und Angstsymptome mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Asthmas im Erwachsenenalter in Zusammenhang gebracht worden. Schlafforscherin Dr. Linn Beate Strand von der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) und Mitautorin der aktuellen Arbeit erklärt nun: „Insomnie kommt bei Asthmapatienten häufiger vor. Ob aber Menschen mit Insomnie in einem späteren Stadium ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Asthmaerkrankung besitzen, war bislang noch nicht gut untersucht.“ Unter Verwendung von Daten aus der Nord-Trøndelag Health Study (HUNT) analysierten Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen einer Insomnie und der Entstehung von Asthma. Die Forscher führten statistische Analysen durch, um das Asthmarisiko unter 17.927 Teilnehmern im Alter zwischen 20 und 65 Jahren zu ermitteln. Man bat die Probanden, über Einschlaf- und Durchschlafprobleme sowie Mängel hinsichtlich der Schlafqualität zu berichten, ebenso wie – jeweils bei Beginn und bei Ende der Studie – über Asthmasymptome. Die Ergebnisse zeigten Folgendes: Teilnehmer, die im Monat vor der Befragung nach eigenen Angaben „häufig“ oder „fast jede Nacht“ Probleme mit dem Einschlafen gehabt hatten, besaßen ein um 65 beziehungsweise 108 % erhöhtes Risiko dafür, im Verlauf der folgenden 11 Jahre an Asthma zu erkranken. Ebenso war bei denjenigen, die „häufig“ oder „fast jede Nacht“ früh aufwachten und nicht wieder einschlafen konnten, die Wahrscheinlichkeit für Asthma um 92 bzw. 36 % erhöht. Studienteilnehmer, die von einer schlechten Schlafqualität mehr als einmal wöchentlich berichteten, hatten ein um 94 % erhöhtes Risiko an Asthma zu erkranken. Bei näherer Betrachtung derjenigen Probanden mit einer chronischen Insomnie (mindestens ein Insomnie-Symptom zu Beginn der Studie und 10 Jahre später) stellten die Forscher fest, dass bei diesen das Asthmarisiko mehr als 3-mal so hoch war wie bei denjenigen ohne chronische Insomnie. Autor: Brumpton et al. Korrespondenz: Dept of Public Health and General Practice, Faculty of Medicine, Norwegian University of Science and Technology, NTNU, Trondheim, Norwegen Studie: Prospective study of insomnia and incident asthma in adults: the HUNT study Quelle: Eur Respir J 2017 Feb 2;49(2). pii: 1601327. Web: dx.doi.org/10.1056/NEJMoa1503734.
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