Zustimmung zur Organ- und Gewebespende so hoch wie nie3. März 2025 © mpix-foto – stock.adobe.com (Symbolbild) Die positive Einstellung zum Thema Organ- und Gewebespende in der Bevölkerung ist mit 85% so hoch wie nie zuvor: Das ist eine zentrale Aussage der Repräsentativbefragung „Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2024“. Bundesweit wurden 4.001 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren von April bis Mai 2024 befragt. 62% der Befragten gaben an, eine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen zu haben. Das sind ähnlich viele wie in der vorherigen Erhebung aus 2022 (6%). 45% der Befragten haben ihre Entscheidung im Organspendeausweis und/oder in einer Patientenverfügung dokumentiert. 16% haben eine Entscheidung getroffen, diese aber bisher nicht schriftlich festgehalten. 35% haben noch keine Entscheidung getroffen. Das Wissen zur Organ- und Gewebespende hat sich seit 2016 leicht verbessert: Von den aktuell Befragten fühlten sich 39% gut informiert, 2016 waren es 33%. Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Errichtungsbeauftragter eines Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BiÖG): „85 Prozent der Befragten befürworten die Organ- und Gewebespende – ein Rekordwert! Doch eine positive Haltung allein reicht nicht: Es zählt, eine bewusste Entscheidung zu treffen und zu dokumentieren. Nutzen Sie dafür den Organspendeausweis, die Patientenverfügung oder das Organspende-Register. Nehmen Sie sich die Zeit, sich zu informieren – zum Beispiel mit dem Infotelefon der BZgA oder auf organspende-info.de. Denn noch immer warten rund 8.300 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan.“ 31% der Befragten kennen das Organspende-Register. Seit März 2024 kann jeder seine Entscheidung in dem elektronischen Verzeichnis dokumentieren. Das Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geführt und ist ein zentrales elektronisches Verzeichnis, in dem die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende festgehalten werden kann. Der Eintrag ist freiwillig und kostenlos. Er kann jederzeit geändert oder widerrufen werden. Auf die Frage, ob man eine Entscheidung dort eintragen würde, antworteten 31% der Befragten mit „ganz sicher“ und 48% mit „vielleicht“. Rund 88% der Befragten finden es wichtig, die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch zur Thematik zu haben – wie es zum Beispiel das BZgA-Infotelefon Organspende bietet. Von den Befragten wussten aber nur 7% davon. Das Infotelefon Organspende bietet im persönlichen Telefongespräch qualitätsgesicherte Antworten auf Fragen und eine individuelle Austauschmöglichkeit rund um das Thema Organ- und Gewebespende. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Infotelefons können auch zu den häufigsten Fehlinformationen aufklären, zum Beispiel zum Thema Altersgrenze: Knapp die Hälfte der Befragten (48%) glaubt fälschlicherweise, dass es eine Altersgrenze für die Organspende gibt. Entscheidend ist aber der Zustand der Organe und nicht das Alter der Spenderin oder des Spenders. Ein Informationsblatt mit ersten Studienergebnissen steht zum Download unter: https://bzga.de/presse/daten-und-fakten/organ-und-gewebespende Weitere Informationen der BZgA zur Organ- und Gewebespende unter: https://organspende-info.de Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 11.2.2025
Mehr erfahren zu: "Rettungsdienst-Kosten: NRW wirbt für umstrittene Lösung" Rettungsdienst-Kosten: NRW wirbt für umstrittene Lösung Seit Monaten streiten Kommunen und Krankenkassen um Kosten für den Rettungsdienst. Nun liegt eine Lösung auf dem Tisch, die den Kommunen überhaupt nicht passt. Das Land wirbt trotzdem um Zustimmung.
Mehr erfahren zu: "Menopause: Fezolinetant verbessert Hitzewallungen und psychische Beschwerden" Weiterlesen nach Anmeldung Menopause: Fezolinetant verbessert Hitzewallungen und psychische Beschwerden Die nicht hormonelle Therapie mit Fezolinetant führte in einer Real-World-Studie zu einer signifikanten Verbesserung von Hitzewallungen sowie depressiven und Angstsymptomen bei Frauen mit menopausalen, vasomotorischen Beschwerden. Die Ergebnisse wurden auf […]
Mehr erfahren zu: "Zwei Signalwege kooperieren, um Glioblastomzellen für das Immunsystem angreifbar zu machen" Zwei Signalwege kooperieren, um Glioblastomzellen für das Immunsystem angreifbar zu machen Forschende der Universität Basel (Schweiz) haben entdeckt, dass der Notch-Signalweg bei Glioblastomen zwei gegensätzliche Wirkungen haben kann. Ob er das Tumorwachstum fördert oder hemmt, hängt vom Glioblastomtyp ab.