ZWEIfürZWEI – Gemeinsam gegen die Volkskrankheit16. März 2023 Foto: © MabelAmber, Pixabay Der BKK Landesverband Süd unterstützt die Aufklärungskampagne „ZWEIfürZWEI“ der Deutschen Nierenstiftung, mit der diese dazu beitragen möchte, dass die Betroffenen frühzeitig von ihrer Chronischen Nierenerkrankung (CKD) wissen, um diese behandeln lassen zu können. Anlässlich des Weltnierentages machten der BKK Landesverband Süd gemeinsam mit der Deutschen Nierenstiftung auf deren bundesweite Aufklärungs- und Informationskampagne „ZWEIfürZWEI“ zur Chronischen Nierenerkrankung (CKD) aufmerksam. Mindestens 5 Millionen Menschen in Deutschland haben eine CKD, doch die meisten wissen es nicht. Die Identifizierung der Betroffenen ist notwendig, um die Erkrankung zu erkennen und zu therapieren, ein Fortschreiten zu verhindern sowie Folgeerkrankungen zu vermeiden. Zu den Folgeerkrankungen zählen beispielsweise Störungen im Knochenstoffwechsel- und Mineralhaushalt wie Knochenerweichung, hohe Phosphatspiegel oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daneben erhöht CKD das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall und verschlechtert die Prognose bei einer Herzinsuffizienz. Die gute Nachricht ist, durch gezieltes Testen kann CKD identifiziert werden. Dafür reichen bereits zwei Werte: eGFR und UACR. Diese beiden Werte stehen für die Kampagne „ZWEIfürZWEI“ – zwei Werte für zwei Nieren. „Das oft unterschätzte Organ – die Niere –, braucht noch ganz viel Überzeugungsarbeit – bei Ärzten und bei Betroffenen. Mein Herzblut liegt darin, das Wissen um das wichtige Steuerorgan in unserem Körper zu mehren“, sagt Prof. Werner Riegel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Nierenstiftung. CKD kommt häufig in Folge der bekannten Volkskrankheiten Diabetes mellitus, arterieller Hypertonie und Herzinsuffizienz vor. Es gibt aber auch eine Vielzahl anderer Erkrankungen, die zu einer CKD oder einem akuten Nierenversagen führen können. Eine Nierenerkrankung kann grundsätzlich jede und jeden treffen. Die Wahrscheinlichkeit einer Nierenerkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Besonders ab dem 35. Lebensjahr nimmt die Zahl der Erkrankungen langsam aber stetig zu. Früherkennung und Prävention von Nierenerkrankungen sind deshalb für Menschen im mittleren Alter besonders wichtig, um dem Risiko der Erkrankung im Alter vorzubeugen. Maßnahmen der Individualprävention sowie die Check-ups zur Vorsorge der Krankenkassen werden jedoch von Versicherten immer noch zu wenig genutzt. „Die Schädigung der Niere zählt zunehmend zu den Zivilisationskrankheiten, die durch eine gesunde und bewusste Lebensweise positiv beeinflusst und verhindert werden können. Aus diesem Grund unterstützt der BKK Landesverband Süd die Deutsche Nierenstiftung. Gemeinsam wollen wir das oft unterschätzte Organ Niere in das Bewusstsein der Menschen bringen.“, ergänzt Jacqueline Kühne, Vorständin des BKK Landesverbandes Süd.
Mehr erfahren zu: "Chronische Nierenkrankheit: DGfN fordert konsequentes Screening" Chronische Nierenkrankheit: DGfN fordert konsequentes Screening Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) fordert daher ein konsequentes, modernes Nierenscreening für die chronische Nierenkrankheit (CKD) – insbesondere bei Risikogruppen.
Mehr erfahren zu: "Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau" Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau Erkältungen, psychische Probleme, Rückenschmerzen: Fehlzeiten von Beschäftigten wegen Krankheit halten sich hartnäckig, wie neue Daten zeigen. Politiker stellen Regelungen wie die telefonische Krankschreibung infrage. Auch neue Modelle werden diskutiert.
Mehr erfahren zu: "Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung?" Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung? Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angesichts aktueller Zahlen zu viele Fehltage wegen Krankheit kritisiert. Seine Partei stellt insbesondere die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurde, infrage.