AKI: Neue Erkenntnisse zum therapeutischen Potenzial extrazellulärer Vesikel

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Forscher aus Spanien haben eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit veröffentlicht, die das therapeutische Potenzial extrazellulärer Vesikel aus mesenchymalen Stammzellen zur Behandlung von Nierenschäden analysiert.

Extrazelluläre Vesikel mesenchymaler Stromazellen (MSC-EVs) rücken aufgrund ihres therapeutischen Potenzials bei Nierenerkrankungen zunehmend in den Fokus der Forschung. Zahlreiche Studien belegen ihre positiven Effekte auf Schäden renaler Tubulusepithelzellen (TECs) durch gezielte Mechanismen, so die Autoren.

In ihrer Arbeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Extracellular Vesicles and Circulating Nucleic Acids“, untersuchte die Forschungsgruppe „Experimentelle Nephrologie und zellbasierte Therapien“ (ENACT) am Germans Trias i Pujol Forschungsinstituts (IGTP) in Spanien die bestehende Literatur zur gezielten Behandlung von TECs durch MSC-EVs in vitro und in vivo.

Nierenschädigung im Fokus

Neben der Auswertung von Studien zur Rolle von MSC-EVs bei Nierenschädigung untersucht der Artikel aus ENACT auch einen entscheidenden Aspekt für die klinische Anwendung: ihre Fähigkeit, nach intravenöser Verabreichung das Tubulusgewebe zu erreichen.

Vorliegende Daten zeigen, dass nur ein geringer Anteil der injizierten Vesikel die Niere erreicht, da ein Großteil in Organen wie Leber, Lunge oder Milz zurückgehalten wird. Erreichen sie jedoch die Niere, können sie von TECs über spezifische Bindungsmechanismen aufgenommen werden, die ihren Eintritt und den Beginn ihrer regulatorischen Wirkung auf die Zielzellen ermöglichen, so die Autoren.

Weitere Einschränkungen, die für eine klinische Anwendung noch genauer untersucht werden müssen, sind laut den Forschern die hohe Variabilität zwischen den Vesikelpräparationen, Unterschiede in den Isolierungs- und Quantifizierungsmethoden sowie das Fehlen von Standards für den Vergleich von Dosen oder Verfahren.

Die Autoren heben mehrere zukünftige Forschungsrichtungen hervor, die zur Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen könnten, wie beispielsweise die Entwicklung von Vesikeln zur Verbesserung ihres Targetings zu tubulären Zellen oder die Entwicklung von Potenztests, die ihre therapeutische Wirkung zuverlässig vorhersagen können.