Amtsübergabe: Anja Eckstein übernimmt DOG-Präsidentschaft

Mit der symbolischen Übergabe der goldenen Amtskette hat Prof. Olof-Lars Hattenbach die Präsidentschaft an Prof. Anja Eckstein weitergereicht (v. l.). Foto: Schulz/Biermann Medizin

Nach vier ereignisreichen Tagen ist der 124. Jahreskongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) am Sonntag in Berlin mit einem letzten Höhepunkt zu Ende gegangen: der Amtsübergabe.

Von Sandy Schulz

Die Präsidentschaft ist wieder weiblich geworden. Prof. Anja Eckstein (Essen) hat für die Amtszeit 2026/27 die Präsidentenkette der DOG übernommen. Zuletzt stand 2017/18 mit Prof. Nicole Eter (Münster) eine Frau an der Spitze der Fachgesellschaft.

Hattenbach zieht Bilanz: Kongress und Amtszeit

Doch bevor der scheidende Präsident, Prof. Lars-Olof Hattenbach (Ludwigshafen), seine letzte Amtshandlung vornahm, hatte er noch Bilanz gezogen – nicht nur im Rückblick auf den Kongress, sondern auch auf seine Präsidentschaft. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, seine Nachfolgerin darauf hinzuweisen, dass das Amt neben großer Ehre, Freude und Aufmerksamkeit vor allem eines mit sich bringe: viel Arbeit. „Man denkt, so schlimm wird es schon nicht werden. Doch wird es“, gab Hattenbach zu bedenken. Am Ende werde man aber für seine Mühen belohnt, wenn man sehe, wie aus all den Sitzungen, E-Mails, Telefonaten, Programmentwürfen und Entscheidungen ein gemeinsamer Kongress entstehe. „Man sieht, wie aus den vielen einzelnen Ideen der vergangenen Monate etwas Gemeinsames entstanden ist.“

Hattenbach nutzte die Gelegenheit zudem, allen Beteiligten seinen Dank auszusprechen, allen voran dem Team der DOG-Geschäftsstelle. Dieses habe den Kongress aus seiner Sicht hervorragend organisiert, ihn umfassend unterstützt und sei immer ansprechbar gewesen. „Ich habe mich jederzeit darauf verlassen können, dass aus einer Idee ein Programmpunkt, aus einem Problem eine Lösung und aus sehr vielen Einzelteilen am Ende tatsächlich eine großartige DOG geworden ist“, betonte Hattenbach. Auch seiner Frau und seiner Familie dankte er von Herzen für ihr Verständnis und ihre Unterstützung während seiner Amtszeit.

Symbolische Überreichung der Amtskette

Dann bat Hattenbach seine Nachfolgerin Prof. Anja Eckstein auf die Bühne, um mit der symbolischen Übergabe der Amtskette die Präsidentschaft weiterzureichen. Eckstein bedankte sich bei ihrem Vorgänger und brachte ihre Freude über die Ehre zum Ausdruck, zur Präsidentin der DOG gewählt worden zu sein. Sie betonte, dass sie ihre Begeisterung für das Fach bereits in der Vorbereitung auf den Kongress, vor allem aber während des DOG-Kongresses, weitergeben wolle.

Anschließend stellte die Orbitaspezialistin Eckstein ihr Leitthema für den 125. DOG-Kongress vor: „Augenheilkunde interdisziplinär“. Dazu benannte sie vier Schwerpunkte, die sie mit diesem Leitthema verbinden möchte. Im Mittelpunkt steht der Dialog – sowohl zwischen verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen als auch zwischen Mensch und Maschine, zwischen Klinik und Daten sowie zwischen den Generationen.

Eckstein hob insbesondere die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit hervor. „Das ist besonders in meiner fachlichen Ausrichtung entscheidend, dass wir kooperieren mit HNO-Ärzten, Neurologen und so weiter. Aber ich glaube, es ist für alle Fächer der Augenheilkunde wichtig […] mit den Fächern zu kooperieren.“

Bevor Eckstein ihre erste Amtshandlung vollzog und das Farewell-Buffet eröffnete, bedankte sie sich bei Hattenbach mit einem Geschenk für seine Präsidentschaft und seinen Einsatz für den Kongress.