Anhaltende klinische und psychische Probleme nach COVID-191. September 2021 © andrey – stock.adobe.com (Symbolbild) Patienten, die wegen COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden, sind häufig bis zu 3 Monate nach der Krankenhausentlassung mit anhaltenden klinischen und psychischen Gesundheitsproblemen konfrontiert, die erhebliche Auswirkungen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) haben. Das bestätigen die Autorinnen und Autoren einer monozentrischen Studie, die in São Paulo, Brasilien, durchgeführt wurde. Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden für eine kurze Befragung telefonisch kontaktiert. Dafür wurde ein EQ-5D-3L-Fragebogen verwendet. Man sprach 251 Personen an (59,8% Männer; Durchschnittsalter 53 Jahre), von denen 69,7% an einer schweren COVID-19-Erkrankung gelitten hatten. Nach 3 Monaten Nachbeobachtungszeit waren 6 Betroffene verstorben, 51 (20,3%) hatten erneut eine Notfallambulanz aufsuchen müssen und 17 (6,8%) wurden wieder in ein Krankenhaus eingeliefert. 70 Patientinnen und Patienten (27,9%) litten an verstärkter Dyspnoe und 81 wurden positiv auf Angst/Depression gescreent. In ähnlicher Weise berichteten Betroffene über eine allgemeine Verschlechterung des EQ-5D-3L nach 3 Monaten im Vergleich zu vor dem Auftreten der COVID-19-Symptome (0,8012 [0,7368–1,0] vs. 1,0 [0,7368–1,0]; p<0,001). Dies betraf alle 5 Domänen, insbesondere aber Schmerzen/Unwohlsein und Angst/Depression. Nur weibliches Geschlecht und Intensivpflegebedarf waren unabhängig mit einer Verschlechterung der HRQoL assoziiert. Fazit Die Studie aus Brasilien zeigt, dass Patienten, die wegen COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, häufig bis zu 3 Monate nach der Krankenhausentlassung mit anhaltenden klinischen und psychischen Gesundheitsproblemen konfrontiert sind. (ac) Autoren: Todt BC et al. Korrespondenz: Luiza Helena Degani-Costa; [email protected] Studie: Clinical outcomes and quality of life of COVID-19 survivors: A follow-up of 3 months post hospital discharge Quelle: Respir Med 2021;184:106453. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2021.106453
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