Apalutamid bei nmCRPC: Risikoreichere und luminale Subtypen profitieren offenbar am meisten

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Können beim nichtmetastasierten kastra­tionsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC) molekulare Subtypen das Ansprechen auf Apalutamid vorhersagen? Dieser Frage gingen Prof. Felix Y. Feng von der University of California, San Francisco (USA), und seine Kollegen in einer aktuellen Studie nach.

Ihr Fazit: Offenbar können der Genomic-Classifier(GC)-Score und der basale oder luminale Subtyp aus archivierten Tumorproben ­Biomarker für das Ansprechen auf Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie (ADT) darstellen. Obwohl die Zugabe von Apalutamid zur ADT insgesamt vorteilhaft gewesen sei, schienen die risikoreicheren und luminalen Subtypen am meisten zu profitieren, bilanzieren die Autoren.

In dieser Kohortenstudie wurden Genexpressionsdaten aus 233 archivierten Proben von nmCRPC-Patienten, die in die SPARTAN-Studie aufgenommen wurden, mithilfe eines humanen Exon-Mikroarrays generiert. Die Patienten waren 2:1 für 240 mg/d Apalutamid plus ADT oder Placebo plus ADT randomisiert worden. Sie wurden in Kategorien für hohes und niedriges Risiko für die Entwicklung von Metastasen eingeteilt, basierend auf den GC-Scores (hoch: GC >0,6; niedrig bis mittel: GC ≤0,6), sowie in basale und luminale Subtypen.

Das mediane Alter der 233 Patienten betrug 73 Jahre (Spanne 49–91). Insgesamt 116/233 Patienten (50 %) in der SPARTAN-Biomarker-Subgruppe wiesen hohe GC-Werte auf. Obwohl alle Patienten, die Apalutamid plus ADT erhielten, verbesserte Ergebnisse aufwiesen, waren hohe GC-Werte mit der größten Verbesserung des metastasenfreien Über­lebens (MFS; HR 0,21; 95%-KI 0,11–0,40; P<0,001), des Gesamtüberlebens (OS; HR 0,52; 95%-KI 0,29–0,94; P=0,03) und des progressionsfreien Über­lebens nach einer Folgetherapie (PFS2; HR 0,39; 95%-KI 0,23–0,67; P=0,001) vs. Placebo plus ADT assoziiert.

Insgesamt hatten 152/233 Patien­ten (65%) den basalen molekularen Subtyp. Im Placebo-plus-ADT-Arm gab es keine signifikanten Unterschiede in MFS, PFS2 oder OS zwischen Patienten mit luminalem vs. basalen Subtyp. Dennoch hatten im Apalutamid-plus-ADT-Arm Patien­ten mit luminalem Subtyp ein signifikant längeres MFS (HR 0,40; 95%-KI 0,18–0,91; P=0,03; Placebo+ADT: HR 0,66; 95%-KI 0,33–1,31; P=0,23) vs. jenen mit basalem Subtyp; ähnliche Trends wurden beim OS beobachtet (Apalutamid plus ADT: HR 0,50; 95%-KI 0,25–0,98; P=0,04; Placebo+ADT: HR 0,78; 95%-KI 0,38–1,60; P=0,50) und beim PFS2 (Apalutamid plus ADT: HR 0,71; 95%-KI 0,42–1,22; P=0,22; Placebo plus ADT: HR 0,72; 95%-KI 0,38–1,39; P=0,33). In der Regressionsanalyse war der Subtyp-Score (luminal/basal) bei jenen, die Apalutamid plus ADT erhielten, signifikant mit dem MFS assoziiert (HR 2,65; 95%-KI 1,15–6,08; P=0,02). Hingegen war bei jenen mit Placebo plus ADT der GC-Score signifikant mit dem MFS assoziiert (HR 2,09; 95%-KI 1,02–4,27; P=0,04).

(sf/ms)

Publikation:

Feng FY et al. Association of Molecular Subtypes With Differential Outcome to Apalutamide Treatment in Nonmetastatic Castration-Resistant Prostate Cancer. JAMA Oncol 2021;7(7):1005–1014.