App für die Behandlung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen startet in den Versorgungsalltag30. Januar 2025 Das Team von Recovery Cat (v.l.n.r.): Alissa Maresa Rohrbach, Jakob Kaminski, Toni Muffel, Dennis Stratmann, Elisabeth Kress, Hanhoan Truong, Katrin Friedmann, Felix Machleid (Quelle: © Recovery Cat | Toni Muffel) Mitarbeitende der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben gemeinsam mit Patienten eine App zur Unterstützung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen entwickelt. Ab sofort können Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) das Angebot von Recovery Cat kostenfrei nutzen. Weitere Kassen sollen folgen. Menschen, die von schweren psychischen Erkrankungen betroffen sind, müssen nach einer stationären Behandlung häufig längere Zeit allein zurechtkommen. Das führt oft dazu, dass sie die Behandlung abbrechen und dadurch weitere Krisen entstehen können, die eine Wiederaufnahme ins Krankenhaus erfordern. Damit Betroffene besser mit dieser Situation zurechtkommen, haben Mitarbeitende der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité gemeinsam mit Patienten die App Recovery Cat entwickelt. Sie soll Patienten, Psychotherapeuten und Psychiatern bei der Behandlung und beim Umgang mit diesen Erkrankungen helfen. Seit Januar 2025 können Therapeuten und Ärzte die App nun dank eines Selektivvertages mit der TK in ihren Versorgungsalltag integrieren und Patienten kollaborativ in den Behandlungsprozess einbinden. „Mit unserer digitalen Plattform möchten wir den Betroffenen mehr Selbstwirksamkeit im Umgang mit ihrer Erkrankung geben und dabei unterstützen, den Therapieprozess gemeinsam mit den Therapeut*innen und Arzt*innen zu planen und auszuwerten. Die Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse bringt uns diesem Ziel einen entscheidenden Schritt näher“, sagt Dr. Jakob Kaminski, Geschäftsführer und Mitgründer der Recovery Cat GmbH. Medizinische Translation zum Wohle der Patienten Screenshot von Recovery Cat (Quelle: © Recovery Cat) Ziel von Recovery Cat ist es, ein verbessertes Selbstmanagement zu erreichen, indem Patienten ein Werkzeug zum digitalen Symptom-Monitoring an die Hand bekommen. Die als Medizinprodukt zertifizierte App bietet die Möglichkeit, ein tägliches Check-in vorzunehmen. Betroffene können ihre Symptome, Nebenwirkungen, Ressourcen und Frühwarnzeichen festhalten und eine grafische Auswertung bekommen. So entsteht ein passgenauer Überblick über den Krankheitsverlauf. Darauf basierend weist die App die Betroffenen auf Veränderungen hin und hilft ihnen, Symptome zu reflektieren und ihre individuellen Ressourcen zu aktivieren. Gleichzeitig können Ärzte und Therapeuten die Patienten unterstützen, indem sie das Tool über ein separates Interface mit ihnen gemeinsam einrichten und individualisieren. Die App gewährleistet also nicht nur eine transparente und nachvollziehbare Therapieplanung; sie unterstützt Patienten und Behandler auch im Krisenmanagement. Dadurch können Betroffene und Behandler zeitnah auf mögliche Veränderungen im Therapieverlauf eingehen. Gefördert wird Recovery Cat durch den Impact Fonds der Investitionsbank Berlin (IBB) in Partnerschaft mit privaten Investoren.
Mehr erfahren zu: "Östrogenverlust nach der Menopause könnte Alzheimer-Risiko erhöhen" Östrogenverlust nach der Menopause könnte Alzheimer-Risiko erhöhen Der Verlust der hirneigenen Östrogenproduktion nach der Menopause könnte laut einer neuen US-amerikanischen Studie zu Veränderungen der extrazellulären Matrix im Gehirn beitragen und damit erklären, warum Frauen häufiger an Alzheimer […]
Mehr erfahren zu: "Neuer Wirkstoff könnte die Entwicklung von Alzheimer bremsen" Neuer Wirkstoff könnte die Entwicklung von Alzheimer bremsen Forschende der ETH Zürich (Schweiz) haben untersucht, wie ein Enzym Zellstress auslöst und in einem selbstverstärkenden Prozess das Fortschreiten von Alzheimer begünstigt. Ein von ihnen entwickelter Wirkstoff kann diesen Teufelskreis […]
Mehr erfahren zu: "Autismusrisiko bei Frühgeborenen früher erkennen" Autismusrisiko bei Frühgeborenen früher erkennen Forschende der Universität Duisburg-Essen möchten das Autismusrisiko bei Frühgeborenen früher vorhersagen können und gezieltere Therapien möglich machen. Sie sind Teil des Verbundprojektes MICRO-NEST, das im Zuge des EU-Rahmenprogramms Horizon Europe […]