Atopische Veranlagung und Hochsensibilität2. Juli 2019 Foto: © Africa Studio – Adobe Stock Atopisch veranlagte Eltern von Neurodermitis-erkrankten Kindern weisen laut einer neuen Studie eine signifikant höhere Tendenz zur Hochsensibilität auf. Das Team um Dr. Peter Liffler der Fachklinik Bellevue auf Fehmarn, hat eine Studie an Eltern von stationär in Behandlung befindlichen an Neurodermitis erkrankten Kindern durchgeführt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Sensibilität der Eltern. Mehrere verschiedene Tests zur Abklärung einer Hochsensibilität wurden hierzu mit den Eltern durchgeführt, einer davon der HSTest von Aron (1996). Die Ergebnisse von atopisch und nicht atopisch veranlagten Eltern wurden daraufhin verglichen und zeigten deutlich signifikante Unterschiede hinsichtlich ihrer Sensibilität, wobei atopische Veranlagung mit gesteigerter Sensibilität einherging. Keine signifikanten Ergebnisse gab es hingegen zwischen den atopisch veranlagten Eltern deren erkrankte Kinder sich in der Ausprägung ihrer Neurodermitis unterschieden (leicht zu schwer). Auch ansonsten wiesen die atopisch veranlagten Eltern weitere Besonderheiten auf. So zeigten sie vermehrt eine esoterische Grundhaltung, verminderte Frustrationstoleranz, eine generell bedrückte Grundhaltung und ihre Lebenszufriedenheit war gemindert. Interessant nun für aufbauende Studien: Wie sich die mit der Hochsensibilität einhergehende gesteigerte Responsivität der Eltern auf die an Neurodermitis erkrankten Kinder selbst und eventuell sogar deren Krankheitsausprägung und -verlauf auswirkt.
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