Auslöser für Rückenschmerzen: Relevanz psychologischer Faktoren11. April 2024 © dream@do – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Entstehung von Rückenschmerzen ist multifaktoriell bedingt, und es ist nicht genau bekannt, welche Faktoren die Krankheit hauptsächlich fördern. Unter Verwendung eines Maschinellen-Lern-Modells analysierte eine Forschergruppe unter Leitung von Wissenschaftlern der LMU München die Daten von 399 Teilnehmern der KORA-MRI-Studie. Der Datensatz umfasste MRT-Aufnahmen des gesamten Körpers sowie metabolische, soziodemographische, anthropometrische und kardiovaskuläre Daten. Mithilfe Maschinellen Lernens ermittelten Veit M. Stöcklein und Kollegen Variablen, die am stärksten mit Rückenschmerzen assoziiert sind. Es zeigte sich, dass Depressionen und Angstzustände die beiden wichtigsten Prädiktoren für Rückenschmerzen in dem Modell waren. Darüber hinaus befanden sich der Body-Mass-Index, die Breite des Wirbelkanals und die Bandscheibendegeneration, mittlere und schwere körperliche Arbeit sowie kardiovaskuläre Faktoren unter den 10 am häufigsten ausgewählten Prädiktoren. Eine Mediationsanalyse ergab, dass die Auswirkungen von Angst und Depression auf das Vorhandensein von Rückenschmerzen hauptsächlich direkte Effekte waren, die nicht durch die Wirbelsäulenbildgebung vermittelt wurden. Fazit In der Kohorte waren Depressionen und Ängste die wichtigsten Prädiktoren für Rückenschmerzen. Dies spricht für einen mehrdimensionalen Behandlungsansatz bei Rückenschmerzen, möglicherweise mit besonderem Schwerpunkt auf psychologischen Faktoren, betonen die Studienautoren. (ah) Autoren: Stöcklein VM et al. Korrespondenz: Veit M. Stöcklein; [email protected] Studie: Strong Association of Depression and Anxiety With the Presence of Back Pain While Impact of Spinal Imaging Findings is Limited: Analysis of an MRI Cohort Study Quelle: J Pain 2024;25(2):497–507. Web: https://doi.org/10.1016/j.jpain.2023.09.009
Mehr erfahren zu: "KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“" KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“ Laut Kabinettsentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) soll der Zugriff der Kassen auf die elektronische Patientenakte (ePA) nochmals erweitert werden. Die KBV warnt vor einem […]
Mehr erfahren zu: "Warken will Krankheitsprävention ausbauen" Warken will Krankheitsprävention ausbauen Wenn man eine Erkrankung hat, wird man behandelt – das ist im deutschen Gesundheitswesen klar. Um Risiken zu mindern oder früher zu erkennen, soll aber auch die Prävention eine größere […]
Mehr erfahren zu: "GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz kommt" GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz kommt Die schwarz-rote Koalition bringt eine große Reform vor dem Sommer durch: Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz für die Ausgaben der Krankenkassen ist nach langem Ringen besiegelt. Sind höhere Beiträge damit nun vom Tisch?