Auslöser für Rückenschmerzen: Relevanz psychologischer Faktoren

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Die Entstehung von Rückenschmerzen ist multifaktoriell bedingt, und es ist nicht genau bekannt, welche Faktoren die Krankheit hauptsächlich fördern. Unter Verwendung eines Maschinellen-Lern-Modells analysierte eine Forschergruppe unter Leitung von Wissenschaftlern der LMU München die Daten von 399 Teilnehmern der KORA-MRI-Studie.

Der Datensatz umfasste MRT-Aufnahmen des gesamten Körpers sowie metabolische, soziodemographische, anthropometrische und kardiovaskuläre Daten. Mithilfe Maschinellen Lernens ermittelten Veit M. Stöcklein und Kollegen Variablen, die am stärksten mit Rückenschmerzen assoziiert sind.

Es zeigte sich, dass Depressionen und Angstzustände die beiden wichtigsten Prädiktoren für Rückenschmerzen in dem Modell waren. Darüber hinaus befanden sich der Body-Mass-Index, die Breite des Wirbelkanals und die Bandscheibendegeneration, mittlere und schwere körperliche Arbeit sowie kardio­vaskuläre Faktoren unter den 10 am häufigsten ausgewählten Prädiktoren. Eine Mediationsanalyse ergab, dass die Auswirkungen von Angst und Depression auf das Vorhandensein von Rückenschmerzen hauptsächlich direkte Effekte waren, die nicht durch die Wirbelsäulenbildgebung vermittelt wurden.

Fazit
In der Kohorte waren Depressionen und Ängste die wichtigsten Prädiktoren für Rückenschmerzen. Dies spricht für einen mehrdimensionalen Behandlungsansatz bei Rückenschmerzen, möglicherweise mit besonderem Schwerpunkt auf psychologischen Faktoren, betonen die Studienautoren. (ah)

Autoren: Stöcklein VM et al.
Korrespondenz: Veit M. Stöcklein; [email protected]
Studie: Strong Association of Depression and Anxiety With the Presence of Back Pain While Impact of Spinal Imaging Findings is Limited: Analysis of an MRI Cohort Study
Quelle: J Pain 2024;25(2):497–507.
Web: https://doi.org/10.1016/j.jpain.2023.09.009