Australische Forscher identifizieren spezifische Husten-Subtypen

Mann auf der Baustalle muss husten
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Neue Husten-Subklassifizierungen können berufsbedingte Risiken genauer erfassen und deuten auf unterschiedliche pathophysiologische Mechanismen hin.

Eine australische Forschergruppe hat kürzlich neue Unterklassifizierungen von Husten erstellt, um so für die einzelnen Kategorien spezifische berufsbedingte Risiken für Husten zu identifizieren. Mit Erfolg, wie sich herausstellte: Die neuen Husten-Subklassfizierungen erwiesen sich als mit unterschiedlichen Expositionen gegenüber auslösenden Substanzen am Arbeitsplatz assoziiert. Dies deute auf verschiedene Pathophysiologien eines solchen Hustens hin, schreiben die Wissenschaftler in „Respirology“. Dabei waren die neuen Unterklassen in der Aufdeckung dieser Zusammenhänge den Standarddefinitionen von berufsbedingtem Husten überlegen.

Das Forscherteam griff für seine Untersuchung auf Daten aus der Tasmanian Longitudinal Health Study (TAHS) zurück und kodierte Expositionen am Arbeitsplatz bis zu einem Alter der Betroffenen von 53 Jahren anhand der ALOHA+ Job Exposure Matrix. Die Wissenschaftler betrachteten die Exposition sowohl in unterschiedlichen Ausprägungen (keine Exposition, ausschließlich geringe bzw. Ever-high-Exposition) sowie die kumulative Exposition. Man verglich 2213 Personen mit Husten – eingeteilt in zuvor identifizierte Subklassen – im Alter von 53 Jahren mit 1396 Personen, die nicht an Husten litten.

Zusammenhänge mit Expositionen am Arbeitsplatz bewerteten die Studienautoren mittels multinomialer logistischer Regression für diese Hustenunterklassen sowie mittels logistischer Regression für Standarddefinitionen (chronischer Husten, chronische Schleimbildung, chronische Bronchitis), nachdem mögliche verzerrende Faktoren berücksichtigt worden waren.

Den Ergebnissen der Analysen zufolge standen biologische Stäube mit der Kategorie „Husten mit Allergien“ in Zusammenhang (kumulativ: adjustierte multinomiale Odds Ratio [aMOR] 1,06; 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,02–1,10 pro Zunahme um 10 Expositionsjahre). Aromatische Lösungsmittel waren mit „chronischem trockenen Husten“ assoziiert (kumulativ: aMOR 1,15; 95%-KI 1,02–1,29) und andere Lösungsmittel mit „chronischem produktiven Husten“ (ever-high: aMOR 2,81; 95%-KI 1,26–6,2) sowie „intermittierendem produktiven Husten“ (kumulativ: aMOR 1,06; 95%-KI 0,98–1,16), chronischer Bronchitis (ever-high: aOR 2,48; 95%-KI 1,01–6,06) und chronischer Schleimbildung (ever-high: aOR 2,26; 95%-KI 1,14–4,51). Auch der kumulative Kontakt mit Herbiziden war mit „intermittierendem produktiven Husten“ verbunden (aOR 1,09; 95%-KI 1,00–1,77) sowie mit chronischer Schleimbildung (aOR 1,07; 95%-KI 1,00–1,15). (ac)