Auswirkung der Pneumokokkenimpfung: Vor allem ältere Erwachsene profitieren

Impfung
© Alexander Raths – fotolia.com

Im Jahre 2010 wurde in Finnland das 10-valente Kleinkind-Pneumokokken-Konjugatimpfungs (PCV10) Programm eingeführt. Wissenschaftler gingen der Frage nach, inwieweit das Impfprogramm Auswirkungen auf Krankenhausaufenthalte wegen Pneumokokken- und Gesamtpneumonie bei Erwachsenen ≥ 18 Jahre hatte. Es zeige sich, dass das Impfprogramm den ansteigenden Trend und Krankenhausaufenthalte wegen Pneumonie insbesondere bei älteren Erwachsenen, beachtlich verringern konnte.

Für ihre Untersuchung analysierten die Forscher die Entwicklungen der Pneumonieinfektionen vor (2004-2005) und nach (2014-2015) Einführung des Impfprogramms.

Die Gesamt-Pneumonierate bei Erwachsenen ≥ 18 Jahre stieg vor PVC10 jährlich um 2,4 %. Während des PCV10-Zeitraums kam es zu einem jährlichen Rückgang von 4,7 %. In den Jahren 2014-2015 betrug die Krankenhausaufenthaltsrate wegen Pneumonie insgesamt 109,3/100.000 (95 %-Konfidenzintervall 96,5–121,9). Bei Personen ≥ 65 Jahre kam es zu einem signifikanten Rückgang um 6,7 % (131,5/100.000), was 1456 weniger Krankenhausaufenthalte wegen Pneumonie jährlich bedeutete.

Fazit
Die Daten deuten darauf hin, dass sich durch das PCV10-Programm die Krankenhausaufenthalte aufgrund von Pneumonien jeglicher Ursachen, insbesondere bei älteren Menschen, deutlich verringerte.

Autoren: Okasha O et al.
Korrespondenz: Prof. J. Pekka Nuorti, University of Tampere, Tampere 33100, Finnland; [email protected]
Studie: Population-level impact of infant 10-valent pneumococcal conjugate vaccination on adult pneumonia hospitalisations in Finland
Quelle: Thorax 2018;73(3):262–269.
Web: thorax.bmj.com