Auswirkung von Lebensmitteln auf chronische Verstopfung12. Juni 2024 © W. Heiber Fotostudio – stock.adobe.com (Symbolbild) Zur Behandlung von chronischer Verstopfung werden häufig diätetische Maßnahmen empfohlen. Ziel einer britischen Metaanalyse war es, die Auswirkungen von Lebensmitteln, Getränken und Diäten auf das Ansprechen auf die Behandlung, die Stuhlmenge, die Darmtransitzeit, die Symptome, die Lebensqualität, unerwünschte Ereignisse und die Compliance bei Erwachsenen mit chronischer Verstopfung zu untersuchen. Hierzu identifizierten die Autoren Studien mithilfe elektronischer Datenbanken bis zum 12. Juli 2023. Eingeschlossen wurden Interventionsstudien (randomisierte kontrollierte Studien [RCT], nichtrandomisierte Studien [Nicht-RCT]). Das Bias-Risiko wurde anhand von Cochrane 2.0 (RCT) oder JBI (Joanna Briggs Institute) Critical Appraisal (Nicht-RCT) bewertet. Nur die Daten der RCT wurden anhand von Risikoverhältnissen (RR), mittleren Unterschieden (MD) und 95%-KI unter Verwendung von Zufallseffekten zusammengefasst. Die Forscher schlossen 23 Studien in ihre Analyse ein (17 RCT; 6 Nicht-RCT; 1714 Teilnehmer). Im Einzelnen betrachteten die Studien folgende Lebensmittel: Kiwis (n=7 Studien), mineralstoffreiches Wasser (n=4 Studien), Trockenpflaumen (n=2 Studien), Roggenbrot (n=2 Studien), Mango, Feige, Getreide, Haferkleie, Joghurt, Wasserergänzung, Pflaumensaft, ballaststoffreiche Ernährung, ballaststofffreie Ernährung (je n=1 Studie). Aus den Daten konnten die Autoren schließen, dass Früchte zu einer höheren Stuhlfrequenz als Psyllium führen (MD: 0,36 Stuhlgänge [BM]/Woche; 95%-KI 0,25–0,48]; n=232 Teilnehmer), besonders Kiwifrüchte (MD: 0,36 BM/Woche; 95%-KI 0,24–0,48; n=192 Teilnehmer), wobei es bei Pflaumen keinen Unterschied zu Psyllium gab. Roggenbrot führte zu einer höheren Stuhlfrequenz als Weißbrot (MD: 0,43 BM/Woche; 95%-KI 0,03–0,83; n=48 Teilnehmer). Mineralreiches Wasser führte zu einer höheren Reaktion auf die Behandlung als mineralarmes Wasser (RR 1,47; 95%-KI 1,20–1,81; n=539 Teilnehmer). Fazit Obst und Roggenbrot können verstopfungsbedingte Outcomes verbessern. Es gibt aber nur wenige Belege für Nahrungsmittel, Getränke und Diäten bei Verstopfung – daher seien weitere RCT erforderlich, so das Fazit der Studienautoren. (bi) Autoren: Van der Schoot A et al. Korrespondenz: Eirini Dimidi; [email protected] Studie: Systematic review and metaanalysis: Foods, drinks and diets and their effect on chronic constipation in adults Quelle: Aliment Pharmacol Ther 2024;59(2):157–174. Web: https://doi.org/10.1111/apt.17782
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