Behandlung hypogonadaler Männer mit Testosteronundecanoat: Anstieg von Hämoglobin und Hämatokrit bei Transgeschlechtlichkeit19. April 2024 Foto: © cassis/stock.adobe.com Eine in Schweden durchgeführte Studie hat den Einfluss von Testosteronundecanoat(TU)-Injektionen auf Blutparameter und ihre Sicherheit bei Transgender-Männern im Rahmen einer 12-monatigen Behandlung untersucht. Insgesamt nahmen 23 Männer (13 hypogonadale Cisgender-Männer und 10 Transgender-Männer, denen bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen worden war) an der Studie teil, die vorher noch kein TU erhalten hatten (naive Gruppe). Weitere 15 Männer (10 hypogonadale Cisgender-Männer und 5 Transgender-Männer) befanden sich bereits in einer TU-Behandlung (nicht naive Gruppe). Die prospektive Beobachtungsstudie dauerte 12 Monate und beinhaltete ebenfalls eine Kontrollgruppe von 32 eugonadalen Cisgender-Männern, die die Forscher allerdings nur zu Studienbeginn untersuchten. Zu den erhobenen Daten zählten das große Blutbild, Testosteronwerte in Serum und Speichel sowie Plasmalipide und Leberenzyme. Bei naiven Transgender-Männern zeigte sich ein signifikanter Anstieg der Hämoglobinkonzentration (Mittelwert von 141 [Standardabweichung {SD} 8] g/l auf 151 [SD 13] g/l), während dies bei naiven hypogonadalen Cisgender-Männern nicht der Fall war. Am Ende der Studie wiesen naive Transgender-Männer vergleichbare Hämoglobin-, Hämatokrit- und Testosteronspiegel im Serum bzw. Speichel auf wie hypogonadale Cisgender-Männer sowie eugonadale Cisgender-Männer. Außerdem sank während der Studie der HDL-Cholesterinspiegel bei naiven Transgender-Männern signifikant von durchschnittlich 1,4 (SD 0,4) mmol/l auf 1,2 (SD 0,4) mmol/l (p=0,03). Bei naiven hypogonadalen Cisgender-Männern gab es hingegen keine signifikante Veränderung beim HDL-Cholesterin und die Leberenzyme blieben in allen Gruppen unverändert. (sh)
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