Berufsverband ruft seine Mitglieder zu Praxisschließungen auf12. Dezember 2023 Foto: © HNFOTO – stock.adobe.com Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) ruft seine Mitglieder dazu auf, sich an der Protestaktion des Virchowbundes zum Jahresende im Rahmen der Kampagne „Praxis in Not“ zu beteiligen. Geplant sind dreitägige bundesweite Praxisschließungen vom 27. bis 29. Dezember. Damit sollen die Medizinischen Fachangestellten (MFA) belohnt werden – als Ausgleich für den von der Politik verweigerten Coronabonus. Der BVDD begrüßt und unterstützt ausdrücklich die Praxisschließungen zum Jahresende und fordert niedergelassene Dermatologinnen und Dermatologen dazu auf, ihren Medizinischen Fachangestellten (MFA) freizugeben und die Praxen vom 27. bis zum 29. Dezember zu schließen. „Verdient haben unsere Medizinischen Fachangestellten diese freien Tage schon lange. Sie sind das Rückgrat unserer Praxen und haben insbesondere während der Coronapandemie täglich ihre Gesundheit zur Aufrechterhaltung der ambulanten Versorgung aufs Spiel gesetzt. Gleichzeitig können wir mit den Praxisschließungen in der Öffentlichkeit auf die Geringschätzung dieser Leistung durch den Bundesgesundheitsminister aufmerksam machen“, sagt BVDD-Präsident Dr. Ralph von Kiedrowski. Darüber hinaus will der BVDD durch die Beteiligung an der Protestaktion den Druck auf die Politik aufrechterhalten. Zwar gab es erste, wage Zeichen für ein Einlenken Lauterbachs bei einem Gespräch Anfang November mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). „Doch dieser Minister hat in der Vergangenheit zu oft Entgegenkommen signalisiert und passiert ist nichts. Nachdenken über die Forderungen der Ärzteschaft alleine reicht nicht aus. Es müssen endlich Taten folgen“, so von Kiedrowski. Dabei schließt sich der BVDD den Forderungen von „Praxis in Not“ an: Entbudgetierung aller Fachgruppen, Wiedereinführung der Neupatientenregelung, eine neue gesetzliche Preisfindung bei den Finanzierungsverhandlungen zum Orientierungspunktwert, eine radikale Entbürokratisierung, Wegfall der Regressbedrohung, das Ausschöpfen des Ambulantisierungspotentials, ein Plus von mindestens 5.000 Medizinstudienplätzen sowie ein klares Bekenntnis von Politik und Kassen zur Freiberuflichkeit von Ärztinnen und Ärzten. Von den Kassenärztlichen Vereinigungen erwartet der BVDD mit Blick auf die viel beachtete Krisensitzung der KBV am 18. August und der bereits verkündeten Tatsache, dass auch alle Praxisbudgets seit Mitte November ausgeschöpft sind, eine entsprechende Unterstützung. „Ohne Verdienstmöglichkeit ist es bei den derzeitigen Energiekosten ohnehin wirtschaftlicher, durch geschlossene Praxen Energie zu sparen und im gesamten Team Kraft für die Herausforderungen 2024 zu tanken“, betont der BVDD-Präsident.
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