Bessere Gehirnfunktion bei höherer kardiorespiratorischer Fitness19. März 2025 © lordn – stock.adobe.com (Symbolbild) Ältere Erwachsene mit höherer kardiorespiratorischer Fitness (CRF) zeigen auch bessere kognitive Leistungen in mehreren Funktionsbereichen, die für den altersbedingten kognitiven Abbau besonders anfällig sind. Das geht aus einer aktuellen Studie im „British Journal of Sports Medicine“ hervor. Moderiert werden die beobachteten Assoziationen in den Bereichen Verarbeitungsgeschwindigkeit und Exekutivfunktion/Aufmerksamkeitskontrolle durch Geschlecht, Bildung und die Einnahme von Betablockern. Um den Zusammenhang zwischen CRF und Kognition in einer großen Stichprobe älterer Erwachsener zu untersuchen und auf klinische und demografische Faktoren zu prüfen, die diesen Zusammenhang beeinflussen, unterzogen die Forschenden 648 Erwachsene (mittleres Alter 69,88 ±3,75; 71,1% Frauen) einem abgestuften Belastungstest auf einem motorisierten Laufband. Zusätzlich absolvierten die Studienteilnehmer eine umfassende neuropsychologische Testung, um zentrale kognitive Funktionen (episodisches Gedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Arbeitsgedächtnis, Exekutivfunktion/Aufmerksamkeitskontrolle, visuellräumliche Funktion) zu prüfen. Mithilfe linearer Regressionsmodelle bewerteten Lauren E. Oberlin von AdventHealth Orlando, USA, und Kollegen anschließend den Zusammenhang zwischen CRF und jeder der kognitiven Funktionen sowie potenziellen Moderatoren, darunter demografische Faktoren (Alter, Geschlecht, Bildung), Apolipoprotein-E-e4(APOE4)-Status, Betablocker-Einnahme sowie Parameter für maximale Anstrengung während des CRF-Tests. Der höchste während des Fitnesstests gemessene Sauerstoffverbrauch (VO2max) betrug im Mittel 21,68 ±5,06 ml/kg/min. Nach Berücksichtigung der Kovariaten war ein höherer CRF-Wert mit einer besseren Leistung in allen 5 kognitiven Bereichen verbunden. Alter und APOE4-Status hatten hingegen keinen Einfluss auf die beobachteten Zusammenhänge. Die Korrelation zwischen CRF und kognitiver Leistung war bei Frauen, Personen mit geringerer Schulbildung und Personen, die Betablocker einnahmen, in den Bereichen Verarbeitungsgeschwindigkeit (Geschlecht: b= −0,447; p=0,015; Schulbildung: b= −0,863; p=0,018) und Exekutivfunktion/Aufmerksamkeitskontrolle (Geschlecht: b= −0,417; p=0,022; Schulbildung b= −0,759; p=0,034; Einnahme von Betablockern: b= 0,305; p=0,047) stärker. Fazit Ein höherer CRF-Wert im höheren Erwachsenenalter ist mit einer besseren kognitiven Leistung in mehreren Bereichen verbunden, die für altersbedingten kognitiven Abbau anfällig sind. Geschlecht, Bildung und die Verwendung von Betablockern mäßigten die beobachteten Zusammenhänge in ausgewählten kognitiven Bereichen. (ej) Autoren: Oberlin LE et al. Korrespondenz: Kirk I. Erickson; [email protected] Studie: Cardiorespiratory fitness is associated with cognitive function in late adulthood: baseline findings from the IGNITE study Quelle: Br J Sports Med 2024 Dec 28:bjsports-2024-108257. Web: https://doi.org/10.1136/bjsports-2024-108257
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