Biochemisch rezidivierter Prostatakrebs: PSMA-PET/CT vor Salvage-Strahlentherapie kann das Gesamtüberleben verbessern18. August 2025 Foto: © Nadzeya/stock.adobe.com Eine neue Studie aus Dänemark zeigt erstmals, dass Männer mit biochemisch rezidiviertem Prostatakrebs, die sich vor der Salvage-Strahlentherapie (SRT) einer PSMA-PET/CT unterziehen, bessere Überlebensraten haben als diejenigen, die dies nicht tun. Laut der Erstautorin Anna W. Mogensen vom Universitätsklinikum Aalborg, Dänemark, ist es allgemein anerkannt, dass die PSMA-PET/CT bei wiederkehrendem Prostatakrebs genauer ist als andere bildgebende Verfahren und dass dies häufig zu Änderungen der Behandlungsstrategie der Patienten führt. Dennoch sei bisher unklar, ob PSMA-PET/CT-gesteuerte Änderungen der Behandlungsstrategie zu einer verbesserten Überlebenschance führen. In ihrer neuen Studie untersuchten die Wissenschaftler, ob die PSMA-PET/CT ein nützliches Instrument zur Identifizierung von Patienten ist, die wahrscheinlich von einer SRT profitieren werden. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Journal of Nuclear Medicine“ veröffentlicht. Unnötige Behandlungen vermeiden Die der Forschung wurden Daten aus der klinischen Routinepraxis aller Patienten, die zwischen 2015 und 2023 in Dänemark mit einer SRT behandelt wurden, genutzt. Insgesamt kategorisierten die Forscher 844 Patienten danach, ob sie vor der Behandlung eine PSMA-PET/CT (308 Patienten) erhalten hatten oder nicht (536 Patienten). Die Forscher verglichen das Gesamtüberleben sowie das biochemisch rezidivfreie Überleben (BRFS) bis zu fünf Jahre nach Abschluss der SRT. Die Analyse ergab ein höheres Gesamtüberleben für Patienten, die sich vor der SRT einer PSMA-PET/CT unterzogen hatten, als für Patienten ohne PSMA-PET/CT. Die Ein-, Zwei- und Fünfjahresüberlebensraten für PSMA-PET/CT-Patienten lagen bei 100 Prozent, 99,5 Prozent bzw. 98,1 Prozent gegenüber 99 Prozent, 97,8 Prozent bzw. 93,8 Prozent für Patienten ohne PSMA-PET/CT. Das BRFS entsprach nach drei Jahren dem Gesamtüberleben: 74,9 Prozent für PSMA-PET/CT-Patienten und 69,4 Prozent für Patienten ohne PSMA-PET/CT. Die Anwendung der PSMA-PET/CT vor einer SRT war mit einem verbesserten Gesamtüberleben und verbesserten BRFS verbunden, resümieren die Forscher. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass PSMA-PET/CT-Scans Klinikern dabei helfen können, die Patienten auszuwählen, die mit einer SRT am wahrscheinlichsten Erfolg haben. Dadurch erhalten weniger Patienten unnötige Behandlungen, während mehr die angemessene Versorgung erhalten“, kommentiert Mogensen abschließend. (ri/BIERMANN)
Mehr erfahren zu: "Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten" Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten Die große Mehrheit der deutschen Krankenhäuser ist in finanziell prekärer Lage. Die Einsparungen der Bundesregierung werden die Not einer Umfrage unter Klinikchefs zufolge noch vergrößern.
Mehr erfahren zu: "Weltmännertag: Echte Stärke heißt auch, auf sich selbst zu achten" Weltmännertag: Echte Stärke heißt auch, auf sich selbst zu achten Zum Weltmännertag am 3. November weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf das Problem hin, dass Männer oftmals nicht genug auf sich selbst achten – mit Folgen für Gesundheit […]
Mehr erfahren zu: "Organspende in Deutschland: Leichter Anstieg, weiterhin großer Bedarf" Organspende in Deutschland: Leichter Anstieg, weiterhin großer Bedarf In Deutschland ist die Zahl der Organspenden in den ersten neun Monaten des Jahres leicht gestiegen. Dies geht aus Zahlen hervor, welche die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) bei ihrem Jahreskongress […]