Bündnis Kinder- und Jugendgesundheit legt Maßnahmenpaket gegen Fachkräftemangel vor16. Juli 2025 Die Interessen von Kindern und Jugendlichen und ihrer Familien haben in Deutschland zu wenig Gewicht, kritisiert das Bündnis Kinder- und Jugendgesundheit (Bündnis KJG). (Foto: © Vadym – stock.adode.com; generiert mit KI) Das Bündnis Kinder- und Jugendgesundheit legt ein Maßnahmenpaket gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitssektor vor und fordert politische Entschlossenheit zur Sicherstellung einer flächendeckenden und hochwertigen medizinischen Versorgung kranker Kinder und Jugendlicher. Die Jahre der Corona-Pandemie hätten in Deutschland eindrücklich gezeigt, dass die berechtigten Interessen von Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien nicht ausreichend im Fokus der Öffentlichkeit und der Gesundheitspolitik stehen, erklärte das Bündnis in einer Pressemitteilung. Auch wenn die Bundesländer die Kinderrechtskommission der Vereinten Nationen zumindest teilweise in Landesrecht überführt hätten, fehle es hierzulande oftmals an politischer Entschlossenheit, die Interessen der vulnerablen Gruppe von Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien zu priorisieren, kritisierten die Mitglieder* des Bündnisses. „Der demographische Wandel und der damit einhergehende zunehmende Fachkräftemangel bringen die konservative und operative Kinder- und Jugendmedizin in allen Arbeitsbereichen (ambulante haus- und spezialärztliche Versorgung, stationäre Versorgung und öffentlicher Gesundheitssektor sowie kinderkrankenpflegerische Versorgung) unter verstärkten Druck. Kinder und Jugendliche, die in Stadt und Land medizinische und pflegerische Unterstützung benötigen, laufen im Zuge drastischer Verknappung von finanziellen und personellen Ressourcen Gefahr, im öffentlichen Diskurs nicht ausreichend Beachtung zu finden“, erklärte das Bündnis. In einem 50-seitigen Papier stellt es daher konkrete Maßnahmen vor, wie vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels die Professionen der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, der Assistenzberufe und der fachärztlichen Versorgung in der Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinder- und Jugendchirurgie stabilisiert werden können. Neben einer Forcierung von Digitalisierung und Bürokratieabbau, die dem Bündnis zufolge für alle Bereiche des Gesundheitswesens erforderlich ist, werden unter anderem eine Stärkung der Ausbildung von spezialisierten Pflegekräften, attraktivere Arbeitsbedingungen für Medizinische Fachangestellte (MFA) und finanzielle Anreize zur fachärztlichen Weiterbildung im Bereich Kinder- und Jugendmedizin angeregt. Nicht zuletzt könne eine Stärkung des öffentlichen Gesundheitssektors sowie die Etablierung sektorenverbindender Weiterbildungs- und Versorgungsstrukturen den absehbar weiter zunehmenden Mangel an Fachkräften lindern, ist das Bündnis überzeugt. So könne auch in Zukunft eine hochwertige medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gewährleistet werden. *Dem Bündnis Kinder- und Jugendgesundheit (Bündnis KJG) gehören unter anderem der Berufsverband der Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (bkjpp), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ), die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ), die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie e.V. (DGKJCH) und die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ) an.
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