Charité weiht modernisierte Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ein26. Januar 2023 v.l.: Prof. Andreas Heinz, Senatorin Ulrike Gote und Charité-Bau-Chef Jochen Brinkmann in einem der vier Gärten. (Foto: © Charité / Sabine Gudath) Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte nach aufwendiger Sanierung eingeweiht. Zu den Baumaßnahmen gehörten die Rekonstruktion des kompletten Daches sowie die vollständige Erneuerung der technischen Infrastruktur. Der Ensembleteil der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie von 1905 benötigte dringend eine Erneuerung, um den Ansprüchen einer zeitgemäßen Patientenversorgung sowie den gebäudetechnischen Anforderungen zu genügen. Im Rahmen des Bauprojekts wurde der Gebäudeteil in mehreren Abschnitten umfassend und gemäß den denkmalpflegerischen Vorgaben modernisiert. Ebenso wurden die heilungsfördernden Qualitäten des historischen Klinikgebäudes architektonisch und durch die Gestaltung hoher, lichter Räume sowie mit einem durchgängigen Bezug zu den umgebenden Gartenanlagen unterstrichen. Ziel war es, die Aufenthaltsqualität und die Funktionalität gleichermaßen zu verbessern. „Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie – ein Ort mit langer Geschichte – steht für medizinischen und gesundheitspolitischen Fortschritt, damals wie heute. Dass dieses bedeutende Haus im Herzen von Berlin heute saniert ist, ist vor allem Klinikdirektor Professor Andreas Heinz zu verdanken, der den Bedürfnissen der Patient:innen eine Stimme gegeben und auf die seinerzeit unhaltbaren baulichen Zustände aufmerksam gemacht hat. Die Modernisierung war ein Kraftakt, der nur durch eine Baudienststelle zu stemmen war, die trotz vieler Widrigkeiten an dem Ziel festhielt, einen Ort zu schaffen, an dem sich Patient:innen wohlfühlen können. Nicht zuletzt gilt den Mitarbeiter:innen der Klinik großer Dank. Denn sie sorgten dafür, dass Klinikbetrieb, Forschung und Lehre auch während der Sanierung aufrechterhalten werden konnten”, erklärte Ulrike Gote, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie Aufsichtsratsvorsitzende der Charité. Astrid Lurati, Vorstandsmitglied Finanzen und Infrastruktur der Charité, skizzierte die vielfältigen Anforderungen und baulichen Gegebenheiten: „Sanieren im denkmalgeschützten Bestand ist immer eine besondere Herausforderung, insbesondere, wenn zugleich die Anforderungen an eine moderne klinische Infrastruktur erfüllt werden sollen. Hierzu gehört in der Charité selbstverständlich auch die gesundheitsfördernde Gestaltung von Klinikräumen durch Farb- und Lichtkonzepte sowie die Verwendung von nachhaltigen Materialien im Sinne der ‚Healing Architectur‘.“ Die Gestaltung der Stationen und Patientenzimmer orientiert sich an dem Gedanken, dass sich die Patienten dort wohlfühlen und die Gestaltung der Umgebung den Genesungsprozess unterstützen kann. Eine angenehme Atmosphäre und die leitliniengerechte medizinische Versorgung gehören im Konzept der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zusammen. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ist für die Region Berlin-Mitte zuständig. Sie verfügt über 93 Betten und Behandlungsplätze für die vollstationäre, die teilstationäre und die stationsersetzende Versorgung. Das umfangreiche Sanierungsprojekt erstreckte sich in mehreren Bauabschnitten von 2018 bis 2022. Der klinische Betrieb wurde zu jeder Zeit aufrechterhalten. Insgesamt wurde eine Nutzfläche von rund 4225 Quadratmetern für rund 25,25 Millionen Euro saniert und modernisiert. So wurde beispielsweise der Dachstuhl komplett rekonstruiert und mit Naturschiefer entsprechend der historischen Bauweise neu eingedeckt. Besonderes Augenmerk lag auf dem Komfort für die Patienten und der zeitgemäßen Ausstattung, zudem sollen die Farben und die Gestaltung sowie der durchgängige Bezug zu den Gartenanlagen das Wohlbefinden und den Genesungsprozess unterstützen.
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