Chronische Herzinsuffizienz: Höhere Betablockerdosis bei Diabetes11. April 2018 © redaktion93 – fotolia.com Die mit der Inhibition von Beta-Adrenozeptoren assoziierte Mortalitätsreduktion bei chronischer Herzinsuffizienz fällt bei Patienten mit Diabetes größer aus als bei Patienten ohne Diabetes. Dies zeigt eine prospektive Kohortenstudie mit 1797 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, die von 2006–2014 rekrutiert und im Schnitt 4 Jahre nachbeobachtet wurden. Es stellte sich heraus, dass Patienten mit Diabetes Betablocker und ACE-Hemmer in höheren Dosierungen verschrieben bekamen als Patienten ohne Diabetes. Höhere Betablocker-Dosierungen (in Bisoprolol-Dosisäquivalenten) waren bei Patienten mit Diabetes (8,9 % pro mg/Tag [95 %-KI 5–12,6]) und bei Patienten ohne Diabetes (3,5 % pro mg/Tag [95 %-KI 0,7–6,3]) mit einer niedrigeren Mortalität assoziiert. Der Effekt war bei Diabetikern größer als bei Nicht-Diabetikern (p für Interaktion = 0,027). Höhere ACE-Hemmer-Dosierungen (in Ramipril-Dosisäquivalenten) waren bei Patienten mit Diabetes (5,9 % pro mg/Tag [95 %-KI 2,5–9,2]) und bei Patienten ohne Diabetes (5,1 % pro mg/Tag [95 %-KI 2,6–7,6) mit einer niedrigeren Mortalität assoziiert. Hier war die Effektgröße aber in beiden Gruppen gleich (p für Interaktion = 0,76). Fazit Die Erhöhung der β-Blocker-Dosis ist bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Diabetes mit einem größeren prognostischen Vorteil verbunden als bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz ohne Diabetes. Autoren: Witte KK et al. Korrespondenz: Institute for Cardiovascular and Metabolic Medicine, University of Leeds, Leeds, Großbritannien Studie: Mortality Reduction Associated With b-Adrenoceptor Inhibition in Chronic Heart Failure Is Greater in Patients With Diabetes Quelle: Diabetes Care 2018 Jan;41(1):136-142. Web: care.diabetesjournals.org
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