Chronische Rückenschmerzen verstehen und ihnen vorbeugen4. Februar 2019 Preisträger Christian Puta vom Lehrstuhl für Sportmedizin und Gesundheitsförderung der Universität Jena. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU Für seine Forschung über chronische Rückenschmerzen ist der Jenaer Sportwissenschaftler PD Dr. Christian Puta mit einem Wissenschaftspreis des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ausgezeichnet worden. Sportwissenschaftler PD Dr. Christian Puta forscht am Lehrstuhl für Sportmedizin und Gesundheitsförderung der Universität Jena. Für seine Habilitationsschrift über chronische Rückenschmerzen und sensorische Kontrolle erhielt er den zweiten Preis, der mit 2500 Euro dotiert ist. „Ich bin glücklich und dankbar, diesen Preis erhalten zu haben“, freut sich Puta. „Ein solcher Preis motiviert, diese Thematik weiter zu untersuchen, und zudem jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihrem Weg zu begleiten.“ Neue Erkenntnisse für die Bewertung von Schmerz gewonnen Putas Habilitation widmet sich einem Leiden, von dem viele Menschen betroffen sind: Schmerzen im Rückenbereich, die nicht mehr aufhören und somit chronisch werden. Der Jenaer Wissenschaftler geht interdisziplinär der Frage nach, wie chronische Rückenschmerzen entstehen und sucht nach Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung. Dafür greift er auf empirische Befunde zurück, die er primär an Schmerzpatienten, aber auch an gesunden Personen erhoben hat. Die Jury des DOSB lobt insbesondere die Struktur der Arbeit und stellt ihre außerordentlich hohe wissenschaftliche Qualität fest. Puta habe mit ihr das neurophysiologische Verständnis von Rückenschmerzen verbessert, Therapiemöglichkeiten gefunden und neue Erkenntnisse für die Bewertung von Schmerz im Allgemeinen gewonnen, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung. Krafttraining im Nachwuchsleistungssport untersuchen Christian Puta, der bereits 2009 einen DOSB-Wissenschaftspreis für seine Dissertation erhielt, wird auch zukünftig an der Universität Jena forschen und lehren. Ausgehend von seiner nun prämierten Habilitation möchte er die Forschungen zur Vorbeugung von chronischen Rückenschmerzen unter anderem im Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Prävention (KIP) weiter vertiefen. In seinem zweiten Forschungsschwerpunkt liegt der Fokus ebenfalls auf Prävention: Puta befasst sich mit dem Immunsystem von Athletinnen und Athleten im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich, das durch die hohe Belastung anfälliger für Infekte ist. Beispielsweise erforscht er das Krafttraining im Nachwuchsleistungssport und sucht dabei nach einer verbesserten Trainingssteuerung, durch die Sportlerinnen und Sportler Symptome richtig einordnen und die Erholung wirksamer gestalten können. Die Auszeichnung des DOSB gilt als renommiertester Preis für Sportwissenschaft in Deutschland und wird seit 1953 im zweijährlichen Rhythmus verliehen. Für den aktuellen Wettbewerb lagen 23 Bewerbungen vor: 16 Dissertationen und sieben Habilitationsschriften.
Mehr erfahren zu: "Volle Säle auf dem DKOU 2026 – „Da geht einem Kongress-Präsidenten das Herz auf“" Volle Säle auf dem DKOU 2026 – „Da geht einem Kongress-Präsidenten das Herz auf“ Nach einem erfolgreichen ersten Kongresstag folgte die feierliche Eröffnung des DKOU 2026 mit ersten Eindrücken der Kongresspräsidenten, Preisverleihungen und einer Festrede des Ehrenpräsidenten des Internationalen Olympischen Komitees.
Mehr erfahren zu: "EPRD verzeichnet Höchststand an dokumentierten Eingriffen" EPRD verzeichnet Höchststand an dokumentierten Eingriffen Das Endoprothesenregister Deutschland meldet 2025 mehr registrierte Fallzahlen als je zuvor. Einen Höchstwert erreichten auch endoprothetische Eingriffe am Knie im EPRD. Der Start des staatlichen Implantateregister Deutschland (IRD) im vergangenen […]
Mehr erfahren zu: "Ausgezeichnet: Oskar-Medizinpreis und Journalistenpreise auf dem DKOU 2026" Ausgezeichnet: Oskar-Medizinpreis und Journalistenpreise auf dem DKOU 2026 Auf dem DKOU 2026 wurde im Rahmen der Eröffnung – neben drei Journalistenpreisen – der Oskar-Medizinpreis der Stiftung Oskar-Helene-Heim verliehen. Den Preis erhielt Dr. Matthias Kollert für seine Arbeiten zur […]