Lebensgefährliche Arrhythmien durch Computerspiele: Vorsicht bei Kindern und Jugendlichen mit Risiko19. Januar 2023 Bei gefährdeten Kindern und Jugendlichen können insbesondere Kriegsspiele am PC lebensgefährliche Arrhythmien auslösen. (Foto: © Arsenii – stock.adobe.com) Elektronische Spiele können bei anfälligen Kindern tödliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Zu diesem Ergebnis gelangt die Auswertung einer internationalen Fallserie sowie eines systematischen Literaturreviews einer Forschergruppe unter Leitung von Wissenschaftlern des Children’s Hospital at Westmead (Australien). Zwar scheint die Inzidenz gering zu sein, aber Synkopen in diesem Zusammenhang sollten gründlich untersucht werden, wie die Studienautoren betonen. Bei Kindern mit proarrhythmischen Herzerkrankungen seien insbesondere elektronische Kriegsspiele ein starker Auslöser für Herzrhythmusstörungen. Die Analyse erschien im Fachmagazin „Heart Rhythm“. In ihrer Recherche identifizierten Erstautorin Claire M. Lawley und Kollegen 22 Patienten (18 aus der Fallserie und 4 aus der systematischen Übersichtsarbeit) im Alter von sieben bis 16 Jahren, davon 19 Männer (86 %) mit vermuteten oder nachgewiesenen ventrikulären Arrhythmien während elektronischer Spiele. Einen Herzstillstand hatten sechs (27 %) erlitten, vier (18 %) waren plötzlich gestorben. Bei sieben (31 %) Patienten war eine proarrhythmische Herzdiagnose bereits vor dem Spiel bekannt, bei zwölf (54 %) wurde sie erst danach gestellt. Eine katecholaminerge polymorphe ventrikuläre Tachykardie hatten zehn Patienten (45 %), vier (18 %) hatten ein Long-QT-Syndrom, zwei (9 %) waren nach einer kongenitalen Herzoperation erkrankt, zwei (9 %) hatten „idiopathisches“ Kammerflimmern und einer (nach Kawasaki-Syndrom) hatte eine koronare Ischämie. Bei drei Patienten (14 %), von denen zwei starben, blieb die Diagnose unbekannt. Unter 13 (59 %) Patienten, deren elektronische Spiele bekannt waren, handelte es sich bei acht (62 %) um Kriegsspiele. (ah)
Mehr erfahren zu: "Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“" Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“ Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin scharf kritisiert.
Mehr erfahren zu: "„Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“" „Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“ Eine Digitalisierung, die Praxen entlastet und die Versorgung verbessert, forderte Dr. Sibylle Steiner, Mitglied des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin am 4. September.
Mehr erfahren zu: "Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“" Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“ Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Arzt-Praxen hat der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Stephan Hofmeister, auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin hervorgehoben.