COVID-19 bei Kindern: Alter und Komorbiditäten sind Risikofaktoren23. Juli 2021 © famveldman – stock.adobe.com (Symbolbild) Es gibt nur wenige Daten zu schweren COVID-19-Erkrankungen bei Kindern. Ein US-amerikanisches Forscherteam hat daher Daten zur Epidemiologie und zu Risikofaktoren gesammelt. Danach sind vor allem sehr junge Kinder und junge Erwachsene sowie Kinder mit Begleiterkrankungen und erhöhten Werten des C-reaktiven Proteins (CRP) gefährdet, schwer an COVID-19 zu erkranken. Für die retrospektive Kohortenstudie werteten Kelly Graff von der University of Colorado in Aurora, USA, und Kollegen die Daten von 454 Kindern mit SARS-CoV-2-Infektion aus, die zwischen März und Juli 2020 am Children’s Hospital Colorado behandelt worden waren. Das mediane Alter betrug 11 Jahre, unter den Patienten waren 191 (42,1%) Mädchen. Im Vergleich zu den Verhältnissen vor der Pandemie war der Anteil hispanischer Kinder deutlich höher (55% vs. 29%; p<0,0001). In multivariablen Analysen erwiesen sich ein Alter von 0–3 Monaten oder >20 Jahre (adjusted Odds Ratio (aOR) 7,85; p<0,0001 bzw. aOR 5,1; p=0,03), Frühgeburt (aOR 3,7; p=0,03), Komorbiditäten (inkl. Immunschwäche; aOR 3,5; p=0,004), gastrointestinale Erkrankungen (aOR 2,7; p=0,009), Diabetes (aOR 6,6; p=0,04), Asthma (aOR 2,2; p=0,04) und spezifische Symptome bei Vorstellung in der Klinik als Prädiktoren für eine stationäre Aufnahme. Alter (0–3 Monate oder >20 Jahre), Asthma, gastrointestinale Beschwerden und ähnliche Symptome bei der Vorstellung waren ebenfalls Prädiktoren für eine Beatmung. Erhöhtes CRO war mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Versorgung assoziiert – mit einem Median von 17,7 mg/dl (Interquartilbereich [IQR] 5,3–22,9) vs. 1,95 mg/dl (IQR 0,7–5,5) bei Patienten, die eine intensivmedizinische Versorgung benötigten, im Vergleich zu Patienten ohne intensivmedizinische Versorgung (OR 1,2; p=0,02). Fazit „Extremes Alter, komorbide Erkrankungen und erhöhtes CRP sind Prädiktoren für eine schwere COVID-19-Erkrankung bei Kindern“, resümieren die Autoren. Diese Ergebnisse könnten ihrer Einschätzung nach helfen, das klinische Management, die Pandemieplanung und die Ressourcenzuweisung anzupassen. (ej) Autoren: Graff K et al. Korrespondenz: Kelly Graff; [email protected] Studie: Risk Factors for Severe COVID-19 in Children Quelle: Pediatr Infect Dis J 2021;40(4):e137–e145. Web: https://doi.org/10.1097/INF.0000000000003043
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