COVID-19-Impfung verringert Risiko für Hospitalisierung und Frühgeburt bei Schwangeren15. April 2026 Eine COVID-19-Impfung verringert bei Schwangeren das Risiko für COVID-19-bedingte Hospitalisierungen, Intensivpflichtigkeit und Frühgeburt. (Symbolbild: © Anna/stock.adobe.com) Schwangere, die gegen SARS-CoV-2 geimpft sind, haben ein deutlich geringeres Risiko für COVID-19-bedingte Hospitalisierungen, Intensivpflichtigkeit und Frühgeburt – unabhängig von der vorherrschenden Virusvariante. Darauf deutet eine bevölkerungsbasierte Analyse aus Kanada hin. Die Studie nutzte Daten der nationalen CANCOVID-Preg-Datenbank und umfasste SARS-CoV-2-Infektionen in der Schwangerschaft zwischen dem 05.04.2021 (Beginn der Delta-Phase und Einführung der Impfempfehlung für Schwangere in Kanada) und dem 31.12.2022. Fälle wurden in 9 der 13 kanadischen Provinzen und Territorien identifiziert. Insgesamt gingen 19.899 Schwangerschaften mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion in die Analyse ein. Von den betroffenen Schwangeren waren 72 Prozent (n = 14.367) vor der COVID-19-Diagnose geimpft und 28 Prozent (n = 5532) ungeimpft. Unter den Geimpften hatten 80 Prozent die Impfung bereits vor der Schwangerschaft erhalten, 20 Prozent während der Schwangerschaft. Infektionen traten sowohl während der Delta- (n = 6120) als auch der Omikron-Phase (n = 13.799) auf. In beiden Zeiträumen war eine Impfung mit einem geringeren Risiko für schwere Verläufe assoziiert. Während der Delta-Phase lag das relative Risiko für eine COVID-19-bedingte Hospitalisierung bei geimpften Frauen bei 0,38, während der Omikron-Phase ebenfalls bei 0,38. Auch das Risiko für eine intensivmedizinische Behandlung war deutlich reduziert (Delta: Risk Ratio [RR] 0,10; Omikron: RR 0,10). Darüber hinaus war die Impfung mit einem geringeren Frühgeburtsrisiko verbunden (Delta: RR 0,80; Omikron: RR 0,64). In multivariable Analysen blieb die Impfung auch nach Anpassung für Komorbiditäten mit einem geringeren Hospitalisierungsrisiko assoziiert. Während der Omikron- Phase hatten ungeimpfte Schwangere im Vergleich zu Geimpften ein adjustiertes relatives Risiko für eine Hospitalisierung von 2,43, während der Delta-Phase lag dieses bei 3,82. (nec)
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