COVID-Impfung schützt Kinder mit Ekzemen nicht nur vor dem Coronavirus13. November 2025 Foto: © Art_Photo – stock.adobe.com Die COVID-19-Impfung schützt Kinder mit Atopischer Dermatitis (AD) vor Infektionen und allergischen Komplikationen. Dies zeigen Studiendaten, die auf der Jahrestagung 2025 des American College of Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI) in Orlando (USA) vorgestellt wurden. „Atopische Dermatitis ist eine chronische Hauterkrankung, die durch das Immunsystem verursacht wird und oft der Entwicklung von Asthma und allergischer Rhinitis vorausgeht“, erklärte Medizinstudent Tristan Nguyen, Hauptautor der Studie. „Kinder mit AD haben auch ein höheres Risiko für Infektionen, einschließlich solcher, die die Haut und die Atemwege betreffen.“ Die Forschenden hatten retrospektiv die Daten von 5758 geimpften und 5758 ungeimpften AD-Patienten unter 17 Jahren analysiert. Die Probanden hatten sie hinsichtlich ihrer demografischen Daten und ihrer Krankengeschichte angeglichen. Kinder mit einer früheren COVID-19-Infektion oder schweren Begleiterkrankungen waren von der Analyse ausgeschlossen. Weniger Atemwegs- und Hautinfektionen „Unsere Studie legt nahe, dass die COVID-19-Impfung nicht nur vor dem Coronavirus schützt, sondern auch weitere gesundheitliche Vorteile für Kinder mit Atopischer Dermatitis haben kann“, erklärte Studienleiter Dr. Zhibo Yang. „Wir stellten bei geimpften Kindern im Vergleich zu ihren ungeimpften Altersgenossen eine geringere Rate sowohl an allergischen Erkrankungen als auch an Infektionen fest.“ So entwickelten geimpfte Kinder signifikant weniger Infektionen wie Mittelohr- oder Lungenentzündung, Bronchitis, Bronchiolitis, Sinusitis, Infektionen der oberen Atemwege, Impetigo, Molluscum contagiosum und andere Hautinfektionen. Schutz vor Progression atopischer Erkrankungen Das Risiko für allergische Erkrankungen war bei geimpften Kindern ebenfalls geringer, darunter Asthma, allergische Rhinitis, Kontaktdermatitis und lebensmittelbedingte Anaphylaxie. Bei geimpften Kindern traten allergische Rhinitis, Virusinfektionen und Ohrenentzündungen zudem später auf als bei ungeimpften Altersgenossen. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Impfungen dazu beitragen können, die Wahrscheinlichkeit einer Progression atopischer Erkrankungen, wie der Entwicklung von Asthma, bei Kindern mit Ekzemen zu verringern“, erklärte Yang. „Dies unterstreicht die Sicherheit und die potenziellen zusätzlichen Vorteile einer COVID-19-Impfung bei dieser gefährdeten Bevölkerungsgruppe.“ (ej/BIERMANN)
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