Darmkrebs bei CED-Patienten: Nur eine Minderheit der Betroffenen erhält eine Proktokolektomie26. Februar 2026 Darmkrebs (Abbildung: © Sebastian Kaulitzki/stock.adobe.com) Welchen Einfluss haben Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) auf die Überlebensrate nach chirurgischer Darmkrebs-Resektion und welche operativen Eingriffe erfolgen bevorzugt bei CED-Patienten mit einem Kolorektalkarzinom? Diesen Fragen gingen schwedische Studienärzte in einer aktuellen Studie nach. Anhand einer nationalen Patientenkohorte konnten sie zeigen, dass sich CED negativ auf die Prognose von Darmkrebs auswirken. Zudem erfolgte nur bei einer Minderheit der CED-Patienten eine Proktokolektomie. Für ihre Auswertungen verwendeten die Forscher eine schwedische Darmkrebs-Datenbank. Alle Patienten (mit einem Alter von mindestens 15 Jahren), die eine Diagnose von Darmkrebs im Stadium I–III erhalten hatten und zwischen 2007 und 2021 mit einer kurativen Absicht behandelt worden waren, wurden einbezogen. Mittels Cox-Proportional-Hazard-Modellen bestimmten die Wissenschaftler dann das OS, RFS und DFS bei Patienten mit und ohne CED. Zudem adjustierten sie die multivariablen Analysen hinsichtlich Geschlecht, Alter, Datum der Darmkrebsoperation, Charlson-Komorbiditätsindex und Primär sklerosierender Cholangitis. Von 35.640 Patienten mit einem KRK litten 675 (1,9 %) an einer CED. Das mediane Alter bei der Diagnose des KRK betrug 68 Jahre bei CED-Patienten beziehungsweise 75 Jahre bei Patienten ohne CED; der Anteil der männlichen Patienten betrug 55 beziehungsweise 49 %. Bei Teilnehmern mit CED erfolgte die chirurgische Therapie in zehn Prozent der Fälle als Proktokolektomie, in 29 Prozent als subtotale Kolektomie und in 61 Prozent als segmentale Resektion. Weiterhin ging aus den adjustierten Analysen hervor, dass CED-Patienten eine schlechtere Rate für das OS (HR 1,38; 95 %-KI 1,21–1,57), RFS (HR 1,33; 95 %-KI 1,18–1,50) und DFS (HR 1,46; 95 %-KI 1,23–1,73) aufwiesen als Patienten ohne solche Erkrankungen. Diese Daten weisen laut den Autoren auf den Bedarf hin, die Outcomes bei an Darmkrebs erkrankten CED-Patienten künftig zu verbessern. (je)
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