DESTATIS-Mikrozensus: Mehr als die Hälfte der erwachsenen Deutschen ist übergewichtig2. Juni 2026 (Abbildung/KI-generiert: Road Red Runner/stock.adobe.com Bei einem Body-Mass-Index (BMI) von über 25 spricht die Weltgesundheitsorganisation WHO von Übergewicht. In Deutschland trifft das auf jeden Zweiten zu. Bei den Männern ist der Anteil der Übergewichtigen sogar noch größer. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland ist übergewichtig. Das geht aus den Ergebnissen des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) in Wiesbaden hervor. Demnach hatten im Jahr 2025 gut die Hälfte der Erwachsenen – also 53,4 Prozent – einen Body-Mass-Index (BMI) über 25. Ab diesem Wert stuft die WHO Erwachsene als übergewichtig ein. 17,9 Prozent galten sogar als adipös, hatten also einen BMI über 30. Den Angaben zufolge sind Männer häufiger übergewichtig als Frauen. Demnach hatten zwei Drittel der Männer (62,6%) im Jahr 2025 einen BMI über 25, ein Fünftel (19,9%) galt als adipös. Bei den Frauen waren im vergangenen Jahr 43,8 Prozent übergewichtig und 15,8 Prozent adipös. Durchschnittsgewicht leicht angestiegen Das Durchschnittsgewicht der Deutschen ist in den vergangenen Jahren leicht angestiegen: Wie aus den Mikrozensus-Zahlen für 2025 hervorgeht, wiegt der Durchschnittsmensch in Deutschland 78,3 Kilogramm. 2021 lag das Durchschnittsgewicht noch bei 77,7 Kilogramm, im Jahr 2017 waren es 77 Kilogramm. Der Durchschnittsmann wiegt dabei 86,5 Kilogramm, die Durchschnittsfrau 69,7 Kilogramm. Alle Angaben zu Gewicht und Größe beziehen sich auf erwachsene Personen ab 18 Jahren.An der Durchschnittsgröße der Deutschen hat sich hingegen über die vergangenen Jahre kaum etwas verändert. Im Jahr 2025 war der Durchschnittsmensch in Deutschland 1,73 Meter groß. 2021 waren es ebenfalls 1,73 Meter, 2017 einen Zentimeter weniger (1,72 Meter). Die durchschnittliche Frau hat dabei eine Körperlänge von 1,66 Meter, der durchschnittliche Mann kommt auf 1,79 Meter. Körpergröße nimmt mit dem Alter ab, Gewicht nimmt zu Jüngere Menschen sind im Schnitt größer. Den Angaben zufolge sind die 18- bis 24-Jährigen durchschnittlich 1,75 Meter groß, am kleinsten ist laut den Statistikern die Altersgruppe ab 75 mit 1,68 Metern. Während also die durchschnittliche Körpergröße mit dem Alter zurückgeht, verhält es sich mit dem Körpergewicht umgekehrt. Dieses steigt im Schnitt bis ins mittlere Alter an und geht dann wieder zurück. Am schwersten sind demnach die Menschen in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen mit 81,3 Kilogramm. Am leichtesten sind die 18- bis 24-Jährigen mit 72,5 Kilogramm.Bei den Zahlen handelt es sich um Ergebnisse des Mikrozensus, bei dem rund ein Prozent der Bevölkerung zu seinen Lebensbedingungen befragt wird. Alle Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Befragten. 51 Prozent der Befragten haben Angaben zu Größe und Gewicht gemacht. Bei den Angaben zum Jahr 2025 handelt es sich um Erstergebnisse. Durch die Neureglung des Mikrozensus ab 2020 sind Vergleiche mit den Ergebnissen aus früheren Jahren nur sehr eingeschränkt möglich. Einen Überblick über die Auswirkungen auf die Ergebnisse durch die Neuregelung des Mikrozensus ab 2020 und die Umstellung auf den Zensus 2022 bietet eine Sonderseite im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Mehr zum Thema Übergewicht: Ist der „Jo-Jo-Effekt“ wirklich ein klinisches Problem? Krankheit durch Übergewicht: Neues Modell sagt Risiko besser vorher als BMI
Mehr erfahren zu: "Anwendungen in der digitalen Medizin: 6G-Netze schaffen bessere Auslastung" Anwendungen in der digitalen Medizin: 6G-Netze schaffen bessere Auslastung Telemedizin, kontinuierliches Monitoring und ferngesteuerte Eingriffe werden in der Medizin zunehmend wichtiger. Damit sie im Klinikalltag parallel laufen können, muss die Datenübertragung schnell, zuverlässig und ohne Unterbrechungen vonstattengehen – in […]
Mehr erfahren zu: "Noch 7,6 Millionen Dosen COVID-19-Impfstoff auf Lager" Noch 7,6 Millionen Dosen COVID-19-Impfstoff auf Lager Obwohl die COVID-19-Pandemie schon länger vorbei ist, existieren noch immer Impfstoffdosen aus staatlichen Großbeschaffungen. Beeinträchtigen Sparpläne bei einem wichtigen Hersteller die Vorsorge für künftige Krisen?
Mehr erfahren zu: "Schneller Gewichtsverlust effektiver für klinisch relevante und nachhaltige Gewichtsabnahme?" Schneller Gewichtsverlust effektiver für klinisch relevante und nachhaltige Gewichtsabnahme? Einer klinischen Studie zufolge verlieren Menschen mit Adipositas im Rahmen eines strukturierten Programms für schnellen Gewichtsverlust (RWL) nicht nur mehr Gewicht, sondern können dieses auch effektiver halten. Die neuen Daten […]