DGIIN: Integration und Vielfalt in Kliniken weiter stärken und Personalsituation verbessern14. Juni 2023 Foto: ©Vitalii Vodolazskyi – stockadobe.com „Wir sind DAS Team“ ist das Motto der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin e.V. (DGIIN) in Berlin. Der Leitgedanke der Jahrestagung vom 14. bis 16. Juni 2023 in Berlin verdeutlicht, dass es für den Behandlungserfolg in der Intensiv- und Notfallmedizin entscheidend ist, dass Ärzteschaft und Pflegende als Team arbeiten. Die DGIIN betont in diesem Zusammenhang auch, dass im Bereich der Intensiv- und Notfallmedizin und der Pflege schon immer Toleranz, Vielfalt und Integration gelebt werden. „Vor dem Hintergrund des vorhandenen Fachkräftemangels, der sich in den kommenden Jahren deutlich verschärfen wird, sind wir auch auf strukturierte Migration und gelungene Integration angewiesen“, betont Prof. Christian Karagiannidis, Präsident der DGIIN. Ein zentrales Thema der Tagung ist die Personalsituation. Eine aktuelle Umfrage unter dem Personal auf Intensivstationen und Notaufnahmen zeigt: Ein Drittel der Befragten ist aktuell unzufrieden mit dem Beruf und etwa ein Viertel gibt an, in den nächsten 12 Monaten Arbeitszeit reduzieren zu wollen. Knapp 30 Prozent planen einen Arbeitgeberwechsel und jede/r Zehnte hat vor, den Beruf im kommenden Jahr gänzlich zu wechseln. „Diese Zahlen zeigen, wie dramatisch die Personalsituation in der Intensiv- und Notfallmedizin derzeit ist. Hinzu kommt, dass viele der Befragten angaben, noch unentschlossen zu sein – der Abgang und die Arbeitszeitreduzierung könnten also noch drastischer ausfallen“, erläutert Prof. Uwe Janssens, Generalsekretär der DGIIN. Die gute Nachricht: Rund 75 Prozent glauben derzeit daran, dass sich die Gesamtsituation im Gesundheitssystem verbessern lasse. Aus Sicht der DGIIN kommt es deshalb darauf an, das derzeitige Personal in den Berufen zu halten, bessere Perspektiven zu schaffen und neue Personen für die Berufe zu gewinnen, um eine Entlastung zu erreichen. „Dies wird auch durch Migration und Zuwanderung von Arbeitskräften gelingen. Es muss klar sein: Wenn wir zukünftig eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung aufrechterhalten wollen, geht es nicht ohne diese drei Faktoren“, erklärt Karagiannidis. „Aufgrund des immer lauteren Aufkommens von Ausgrenzung bis hin zu Hass und Hetze und Polarisierung ist es uns als DGIIN ein wichtiges Anliegen, zu betonen, wie wichtig eine gelungene Integration für und in den Kliniken ist.“, sagt der Experte. Die DGIIN fordert unter das Einhalten von Personalschlüssel, um die Pflegenden nachhaltig zu entlasten. „Dies erfordert natürlich, dass ausreichend Personal in der Intensiv- und Notfallpflege tätig ist. Wir brauchen entsprechende Migration und Zuwanderung verbunden mit einer konsequenten Integrationsstrategie der jeweiligen Kliniken“, fordert auch Kongresspräsident Carsten Hermes. Mit dem Motto der Jahrestagung „Wir sind DAS Team“ drückt die DGIIN aus, was in der Intensiv- und Notfallmedizin schon lange gelebt wird: „Auch in der Vergangenheit waren wir immer auf die Zuwanderung von Arbeitskräften angewiesen. Durch gelebte Toleranz und gelungene Integration führte dies letzten Endes sogar zu einer besseren Patientenversorgung. Denn nur, wenn das Personal genauso vielfältig ist, wie die Patientinnen und Patienten, die wir behandeln und deren Angehörige wir betreuen, kann gute Kommunikation und Behandlung erfolgen. Die Intensiv- und Notfallmedizin ist bunt und dadurch besonders stark“, sagt Prof. Stefan John, Tagungspräsident der DGIIN.
Mehr erfahren zu: "Zentrales Nervensystem spielt Schlüsselrolle bei diabetesbedingten Schmerzen" Zentrales Nervensystem spielt Schlüsselrolle bei diabetesbedingten Schmerzen Schmerz bei diabetischer Neuropathie entsteht nicht nur in geschädigten peripheren Nerven. Eine aktuelle Übersichtsarbeit verdeutlicht, dass zentrale Mechanismen eine relevante Rolle spielen – und gibt Hinweise auf neue Ansatzpunkte für […]
Mehr erfahren zu: "Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Offenbar von Mensch zu Mensch übertragen" Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Offenbar von Mensch zu Mensch übertragen Bei den aktuellen Hantavirus-Fällen auf einem Kreuzfahrtschiff geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Infektionen von Mensch zu Mensch aus. Das sagte WHO-Expertin Maria Van Kerkhove auf einer Pressekonferenz in Genf (Schweiz). […]
Mehr erfahren zu: "Gefühlsblindheit verstärkt Leidensdruck bei chronischen Schmerzen" Gefühlsblindheit verstärkt Leidensdruck bei chronischen Schmerzen Menschen mit chronischen Schmerzen, denen es schwerfällt, ihre Emotionen zu erkennen und zu beschreiben, sind im Alltag häufig stärker beeinträchtigt. Der Grund: Eine erhöhte psychische Belastung durch das als Alexithymie […]