DGTHG und Deutsche Stiftung für Herzforschung verleihen Dr. Rusche-Forschungsprojekt-Preis6. März 2019 Dr. Philippe Grieshaber Foto: © DGTHG-Fotograf Dirk Sperber Der Dr.-Rusche-Forschungsprojekt-Preis, dotiert mit einer Summe von 60.000 Euro, wird von der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) zusammen mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung, einer Schwesterorganisation der Deutschen Herzstiftung, vergeben. Im Rahmen der 48. Jahrestagung der DGTHG 2019 in Wiesbaden erhielt Dr. Philippe Grieshaber von Klinik für Herz-, Kinderherz- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Gießen für seine Arbeit „Entwicklung und Evaluation eines neuartigen transapikalen Kanülierungskonzepts zur optimierten physiologischen Perfusion und kardialen Erholung bei extrakorporaler Zirkulation“ den Forschungspreis. Bei akutem Herz-Kreislauf-Versagen können extrakorporale Kreislaufunterstützungsverfahren (Extracorporeal life support, ECLS) eingesetzt werden. Der ECLS ist trotz zunehmender Anwendung mit einer nachvollziehbar hohen Patientensterblichkeit bis zu 50% behaftet. In eigenen Vorarbeiten zeigte die Arbeitsgruppe um Grieshaber, dass die aktuell genutzten Kanülierungsstrategien keine ausreichende Perfusion der Herzkranz- und der Kopf-Hals-Gefäße sowie keine Entlastung der linken Herzkammer gewährleisten, wodurch sich eine Limitierung der Erholung der Patienten ergibt. Im Rahmen des geplanten Forschungsvorhabens sollte daher eine neuartige Doppellumenkanüle entwickelt werden, die über die Herzspitze eingebracht und über die eine antegrade Perfusion des gesamten Körpers ermöglicht wird. Der linke Ventrikel wird durch aktiven Sog über das zweite Lumen entlastet. Das Prinzip adressiert die Limitationen konventioneller ECLS-Systeme und könnte entscheidend zur besseren Erholung des Herzens der Patienten verbessern. Das Projekt beinhaltet die Entwicklung und Optimierung des Kanülendesigns mittels Fluid Dynamics-Simulation, die Erstellung von Prototypen sowie Testung dieser Prototypen im Großtierversuch. Hierüber soll die Kanüle bis zur klinischen Anwendungsreife entwickelt werden. Biokompatibilität und Belastbarkeit, sowie in in-vitro Flussversuche wie auch die Funktionalität der Prothesen werden unter Einbezug der patientenindividuellen Anatomien evaluiert.
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