Diabetes bei Frauen mit Deszensus genitalis als Risikofaktor für Rezidiv27. Dezember 2023 Foto: © MQ-Illustrations – stock.adobe.com Nach einer roboterassistierten Sakrokolpopexie ist Diabetes offenbar ein Risikofaktor für ein Rezidiv des anterioren Deszensus genitalis, aber nicht für das Versagen des operativen Eingriffs. Das zeigt eine retrospektive Kohortenstudie mit Frauen, die sich zwischen 2012 und 2019 in den USA einem solchen Eingriff unterzogen. Die Kohorte wurde in Frauen mit und ohne Diabetes geteilt. Von 547 eingeschlossenen Patientinnen hatten 100 einen Diabetes. Sie waren im Schnitt älter, hatten einen höheren Body-Mass-Index, hatten mehr Kinder zur Welt gebracht und waren mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht weiß. Darüber hinaus hatten die Frauen mit Diabetes zur Baseline einen fortgeschritteneren Deszensus. Bei ihnen wurden aber zeitgleich mit der Sakrokolpopexie nicht häufiger weitere Eingriffe durchgeführt. Über einen Nachbeobachtungszeitraum von median 2,1 Jahren hatten die Frauen mit Diabetes ein signifikant höheres Risiko für ein Rezidiv des Deszensus genitalis als die Frauen ohne Diabetes (13 % vs. 3 %; p<0,01). Aber der primäre Endpunkt der Studie, das Versagen des Eingriffs, unterschied sich in der Häufigkeit nicht signifikant zwischen den beiden Gruppen mit und ohne Diabetes (21 % vs. 14 %; p=0,14). In einer multivariaten Regressionsanalyse kam es bei Frauen mit Diabetes fast 4-mal häufig zu einem Deszensus-Rezidiv als bei Frauen ohne Diabetes (HR 3,93; 95 %-KI 1,29-12,03; p=0,02). (nec)
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