Diabetes: Höheres Risiko für Komplikationen nach Stent-OP8. Dezember 2025 Mit einem Stent werden verengte Blutgefäße wieder geöffnet. Symbolbild: Christoph Burgstedt/stock.adobe.com Insbesondere Patienten mit Typ-1-Diabetes weisen laut einer schwedischen Studie nach der Implantation eines Stents ein erhöhtes Risiko für Komplikationen auf. Möglicherweise ist eine Anpassung der Behandlung und Nachsorge dieser Patienten erforderlich. Forschende des Karolinska Institutet (Schweden) haben in einer umfassenden Studie das Risiko für Stent-Komplikationen bei Patienten mit Diabetes untersucht. Ausgewertet wurden die Daten von mehr als 160.000 Patienten, denen zwischen 2010 und 2020 medikamentenbeschichtete Stents eingesetzt wurden. Eingeschlossen wurden Patienten mit Typ-1-Diabetes (n=2406), Typ-2-Diabetes (n=43.377) und Patienten ohne Diabetes (n=114.740). Typ-1-Diabetes verdoppelt das Risiko für Komplikationen Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten mit Typ-1-Diabetes ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Stent-Komplikationen haben wie Patienten ohne Diabetes (HR: 2,28; 95%-KI 1,97–2,65). Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes ist das Risiko ebenfalls erhöht, jedoch nicht ganz so stark (HR: 1,35; 95%-KI 1,27–1,44). Zu den Komplikationen zählen sowohl Verengungen der Arterie im Bereich des Stents als auch Blutgerinnsel im Stent. Veröffentlicht wurde die Studie jüngst in der Fachzeitschrift “Diabetes Care”. „Laut unseren Ergebnissen haben insbesondere Menschen mit Typ-1-Diabetes ein deutlich höheres Risiko für Stent-Komplikationen. Daher ist es wichtig, die Behandlung dieser Patienten sorgfältig abzuwägen“, so Erstautorin Irene Santos-Pardo, Wissenschaftlerin am Department für Klinische Wissenschaft und Ausbildung. Erste Monate nach Implantation entscheidend Das Risiko für Komplikationen ist den Ergebnissen zufolge in den ersten Monaten nach der Stentimplantation am höchsten. Im ersten Monat lag die Inzidenz von Stent-Komplikationen bei 9,27 pro 100 Personenjahre bei Patienten mit Typ-1-Diabetes, verglichen mit 4,34 bei Patienten ohne Diabetes. Nach sechs Monaten sank das Risiko, blieb aber für Patienten mit Diabetes weiterhin erhöht. „Wir müssen weiter untersuchen, wie wir die Behandlung von Patienten mit Diabetes während und nach einer Stentimplantation verbessern können. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Anpassung der Behandlung und Nachsorge erforderlich ist“, so Letztautor Thomas Nyström, Professor am Department für Klinische Wissenschaft und Ausbildung. (mkl/BIERMANN)
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