Diabetes – Wenn eine Diagnose das Leben auf den Kopf stellt20. September 2019 Foto: © gguy, AdobeStock Aktuell sind mehr als 7 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes mellitus erkrankt, darunter mehr als 32 500 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren sowie vier Millionen Patienten über 65 Jahren (1). Die Stoffwechselerkrankung betrifft Menschen in allen Altersgruppen und Lebenslagen und bedeutet einen großen Lebenseinschnitt. Wie sich die Krankheit mit dem Lebensalltag vereinbaren lässt und wie neue Therapien und Technologien die Betroffenen unterstützen können, steht im Mittelpunkt der 13. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Mehr als 3 500 Ärztinnen und Ärzte sowie Mitglieder des Diabetes-Behandlungsteams werden zum Kongress erwartet. Die Tagung findet vom 8. bis 9. November 2019 unter dem Motto “Diabetes – mitten im Leben” im Congress Center Leipzig statt. Wer an Diabetes erkrankt, dessen Leben ändert sich grundlegend: Betroffene müssen sich nicht nur mit Fragen zur Therapie, wie der Behandlung und Überwachung des Diabetes, sondern auch mit möglichen akuten und chronischen Komplikationen auseinandersetzen. Diabetes begleitet Betroffene ein Leben lang und hat großen Einfluss auf Lebensplanung und Lebensalltag. “Häufig kommen psychische Belastungen wie Ängste – zum Beispiel vor schweren Unterzuckerungen – oder Depressionen hinzu”, sagt Dr. med. Nikolaus Scheper, Tagungspräsident der DDG Herbsttagung. “Auch im Ausbildungs- oder Arbeitsleben wirft die Diagnose Diabetes bei Betroffenen und Angehörigen eine Vielzahl an Fragen auf, zum Beispiel ob den Kolleginnen und Kollegen von der Erkrankung erzählt werden soll”, ergänzt Dr. Cornelia Woitek, Tagungssprecherin und -koordinatorin. Welche Themen Menschen mit Diabetes in den verschiedenen Lebenslagen und unterschiedlichen Altersgruppen beschäftigen und wie neue Therapien und Diabetestechnologien die Betroffenen unterstützen können, spielt deshalb eine wichtige Rolle in den Veranstaltungen der wissenschaftlichen Tagung. Ein weiteres wichtiges Thema des Kongresses widmet sich den Abläufen im Klinik- und Praxisalltag: Welchen Einfluss hat die Diabetesdiagnose auf die Arzt-Patienten-Kommunikation? Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen Kliniken, niedergelassenen Diabetologinnen und Diabetologen sowie Hausärzten bestmöglich gestalten? “Da die Herbsttagung traditionell einen starken Praxisbezug hat, greifen wir auch diese Themen auf”, so Scheper, der selbst niedergelassener Diabetologe ist. “Wir möchten mit der Herbsttagung aber nicht nur die bereits tätigen Kolleginnen und Kollegen ansprechen, sondern auch junge Diabetologen für das Fach interessieren”, sagt Woitek. Die Nachwuchsförderung ist der DDG ein wichtiges Anliegen. Auch in diesem Jahr werden deshalb wieder circa 40 wissenschaftliche und klinische Stipendiatinnen und Stipendiaten aktiv in das Tagungsgeschehen eingebunden. Eröffnet wird die 13. Diabetes Herbsttagung der DDG am Freitag, den 8. November 2019, um 10.30 Uhr in der Halle 2 des Congress Centers Leipzig, die Vorträge beginnen bereits um 8.30 Uhr. Die Fort- und Weiterbildung aller mit Diabetes befassten Berufsgruppen ist ein wichtiges Anliegen der DDG.
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