Diabetische Nephropathie: Vier neuartige Biomarker verbessern Risikovorhersage

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Forschende aus China haben vier Biomarker entdeckt, die bei Patienten mit Diabetes mellitus (DM) eine genauere Risikovorhersage für die Diabetische Nephropathie (DKD) ermöglichen könnten.

Bei Diabetespatienten ist die DKD eine häufige und schwerwiegende Komplikation. Chinesische Wissenschaftler setzten sich in ihrer aktuell veröffentlichten Studie das Ziel, die Validität von sieben neuen Biomarkern bei der Erkennung von Diabetespatienten mit hohem Risiko für DKD zu ermitteln sowie Vorhersagemodelle für das Auftreten von DKD bei Diabetespatienten zu erstellen.

Dabei entdeckten sie, dass vier der sieben Biomarker die beste Vorhersagekraft für eine DKD aufwiesen. Diese könnten eine genauere Risikovorhersage liefern und damit die Prognose bei Diabetespatienten verbessern.

Erhöhte Werte bei allen Urin-Biomarkern

An der Querschnittsstudie nahmen 348 erwachsenen Patienten mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes teil, die seit mindestens fünf Jahren an dieser Erkrankung litten. Dem folgte ein prospektiver Teil mit 141 erwachsenen Diabetespatienten ohne Nierenbeteiligung zu Studienbeginn und einer Nachbeobachtungszeit von mindestens zwei Jahren. Um den Zusammenhang zwischen den Variablen und dem Risiko für das Auftreten eine DKD zu analysieren, führten die Experten des Southeast University Affiliated Xuzhou Central Hospital eine logistische Regressionsanalyse durch. Für die Bewertung der Vorhersagekraft von Multi-Biomarker-Panels für das Auftreten einer DKD verwendeten sie eine Receiver-Operator-Charakteristik (ROC)-Analyse.

Die untersuchten sieben Urin-Biomarker bei DKD-Patienten waren: Angiopoietin-like-4 (ANGPTL4), Neutrophil Gelatinase-associated Lipocalin (NGAL), Monocyte Chemoattractant Protein-1 (MCP-1), Growth Differentiation Factor-15 (GDF15), Fibroblast Growth Factor-23 (FGF23), n-terminales Osteopontin (ntOPN) und Pyruvatkinase-Muskel-Isoenzym M2.

In der Querschnittskohorte waren alle sieben Biomarker bei DKD-Patienten erhöht. Die hohen Konzentrationen von ntOPN, GDF15, NGAL, MCP-1 und FGF23 im Urin erhöhten das Risiko einer DKD-Diagnose signifikant. Allein MCP-1 zeigte mit der größten ROC-AUC die beste Leistung bei der DKD-Erkennung. In der prospektiven Kohorte erhöhten die hohen Konzentrationen von GDF15, MCP-1, ANGPTL4 und FGF23 im Urin das Risiko einer DKD-Entwicklung signifikant. Dabei wies das auf der Grundlage dieser vier Biomarker erstellte Modell die größte AUC (0,873) für die Vorhersage des Zwei-Jahres-Risikos für das Auftreten einer DKD auf.

(jh/BIERMANN)