Die Supplementierung von Folat könnte Risiko für Zervixkarzinome senken2. Juni 2026 Symbolbild © gu/stock.adobe.com Eine neue Übersichtsarbeit deutet darauf hin, dass Folat eine Rolle in der Prävention von Zervixkarzinomen spielen könnte. Niedrige Folatspiegel waren mit einem erhöhten Risiko für zervikale intraepitheliale Neoplasien (CIN) und/oder Zervixkarzinome verbunden. Eine Supplementierung trug zur Rückbildung von Vorstufen bei. Das Zervixkarzinom zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen, die die Gesundheit von Frauen bedrohen. Folat ist essenziell für den C1-Stoffwechsel und beeinflusst sowohl die DNA-Synthese als auch die Methylierung. Die genaue Rolle des Folatstatus bei der Karzinogenese des Gebärmutterhalses ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Daher untersuchten Forschende aus China den Zusammenhang zwischen Folatmangel und dem Risiko für Zervixkarzinome bei Frauen sowie den Zusammenhang zwischen einer Folatsupplementierung und der Rückbildung von CIN. Das Team um Dr. Yan Hua von der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Zweiten Krankenhaus der Medizinischen Universität Shanxi (China) führte einen systematischen Literaturreview, eine Dosis-Response-Metaanalyse und eine Mendel‘sche Randomisierungsstudie durch. Eingeschlossen waren 25 Studien mit insgesamt 14.304 Teilnehmerinnen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nutrition Reviews“ veröffentlicht. Die untersten Quartile der Folataufnahme über die Ernährung (Odds Ratio [OR] 1,36; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 1,18–1,58), des Folatspiegels im Serum (OR 1,54; 95 %-KI 1,18–2,01) und des Erythrozyten-folats (OR 1,43; 95 %-KI 1,07–1,93) waren mit einem erhöhten Risiko für CIN und/oder Zervixkarzinome assoziiert. Die Dosis-Response-Metaanalyse zeigte, dass die zusätzliche Einnahme von Folat (240–280,5 µg/Tag) mit einer Reduktion des Risikos für CIN und/oder Zervixkarzinom um bis zu 26 Prozent einherging. Jede Erhöhung des Serum-folatspiegels um fünf Nanomol pro Liter und des Erythrozytenfolats um 50 Nanomol pro Liter war jeweils mit einer Risikoreduktion von 21 Prozent bzw. fünf Prozent verbunden. Es gab zudem eine signifikante Assoziation der Folatsupplementierung mit der Regression von CIN (OR 1,23; 95 %-KI 0,88–1,72). Die Mendelsche Randomisierung, basierend auf Daten des IEU Open GWAS Project, stützte das mit einer Folateinnahme einhergehende verringerte Zervixkarzinomrisiko (OR 1,000252; 95%-KI 1,000036–1,000468). (nec/lj)
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