Digitale Suchtberatung ist an den Start gegangen5. April 2023 Foto: © StockPhotoPro – stock.adobe.com Suchtgefährdeten und suchtkranken Menschen sowie deren Angehörigen steht eine neue digitale Beratungsplattform zur Verfügung: „DigiSucht“ bietet ein ergänzendes Angebot zur Suchtberatung vor Ort und ist ein Angebot der Suchtkooperation NRW, die beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) angesiedelt ist. Ratsuchende Menschen können sich auf der bundesweit verfügbaren DigiSucht-Plattform mit ihrem Anliegen in einem geschützten und anonymen Rahmen an qualifizierte Suchtberater wenden. Die Kontaktaufnahme zur digitalen Suchtberatung ist niederschwellig und kostenlos. Sowohl Betroffene als auch Angehörige von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen sind herzlich eingeladen, das Portal zu nutzen. Dorothee Mücken, Leiterin der Geschäftsstelle Suchtkooperation NRW, sagt: „Ratsuchende können auf der Plattform Kontakt zu den Fachkräften aufnehmen, ihr Anliegen per Nachricht übermitteln oder einen Termin für einen direkten Austausch per Video- oder Textchat buchen. Das ist niedrigschwellig und praktisch und hilft den Menschen sofort, die dringend eine Suchtberatung brauchen.“ Dabei unterstützt die Onlineberatung bei allen Fragen rund um das Thema Abhängigkeit und umfasst sowohl die Themen Alkohol und Drogen, als auch verhaltensgebundene Süchte wie Glücksspielen und problematischer Medienkonsum. Im Verlauf des Beratungsprozesses entscheiden Betroffene und Fachkräfte gemeinsam darüber, ob die Beratung rein digital stattfinden soll oder ob der Wunsch besteht, eine Beratungsstelle vor Ort persönlich zu besuchen. Gerade diese Flexibilität ermöglicht es, auf die Bedarfe der betroffenen Menschen passgenau einzugehen. Je nach Art der Kommunikation (Chat, Mail, Video sowie Nutzung von digitalen Tools) kann die Beratung zeit- und ortsunabhängig erfolgen. Das Beratungsangebot ist direkt über den Internetbrowser sowie auf allen üblichen Endgeräten (Smartphone, Tablet, Laptop) nutzbar. Es wird keine App oder anderweitige Software benötigt. Nach der aktuell laufenden Modellphase ist vorgesehen, die Plattform gemäß den Anforderungen von Ratsuchenden und Fachkräften kontinuierlich auszubauen und weiterzuentwickeln. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Umsetzungsprozess der digitalen Suchtberatung in NRW in den Jahren 2022–2024 mit insgesamt knapp 300.000 Euro und wird auch die Verstetigung der DigiSucht-Plattform unterstützen.
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