Digitalisierungsprojekt der Universitätsmedizin Halle mit 100.000 Euro gefördert4. Juni 2020 Patientenversorgung mit digitaler Unterstützung wird an der Universitätsmedizin Halle (Saale) erforscht und künftig auch Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung praktisch vermittelt. (Foto: Universitätsmedizin Halle (Saale)/Skillslab) Das Projekt „Digitalisierung in der Medizin – Curriculum für die ärztliche Weiterbildung (CÄWIN)“ hat sich in der finalen Runde des Förderwettbewerbs „Smart qualifiziert“ des Stifterverbands durchgesetzt. Als eines von vier Projekten erhält es damit eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro. Angesiedelt ist das Projekt am Dorothea Erxleben Lernzentrum Halle (DELH) der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In einer ersten Auswahlrunde im April 2020 hatten sich zehn Hochschulen für die Finalrunde qualifiziert und waren bereits mit jeweils 10.000 Euro gefördert worden. „Es ist unser Ziel, angehende Ärztinnen und Ärzte für die Nutzung digitaler und assistiver Technologien zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Deshalb forcieren wir deren Einsatz bereits in der Ausbildung. Mit unserem Projekt wollen wir nun die Kluft zwischen ärztlicher Aus- und Weiterbildung schließen und auch berufstätigen Ärztinnen und Ärzten notwendige Kompetenzen für die ‚Arbeitswelt 4.0‘ vermitteln“, sagt Dr. Elisa Haucke, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin für Interprofessionelle Lehre am DELH. Das DELH ist seit 2019 mit der strukturierten Weiterbildung ärztlicher Berufsanfängerinnen und -anfänger am Universitätsklinikum Halle (Saale) betraut. Dem Lernzentrum zufolge wird für die Weiterbildung ein modulares System eingesetzt. Dieses bestehe aus Basismodulen, etwa dem Notfall- und Intensivmanagement oder Kommunikationsfertigkeiten, und fachrichtungsspezifischen Vertiefungsmodulen. “Dabei entsteht durch die enge Zusammenarbeit des DELH mit den jeweiligen Kliniken des Universitätsklinikums ein praxisorientiertes, individuell nach Fachrichtung und persönlichem Vertiefungsbedarf ausgerichtetes Angebot aufeinander aufbauender Lehrmodule”, heißt es von Seiten der Projektpartner. Laut DELH fließt das Fördergeld des Stifterverbands in die Entwicklung eines Curriculums für die ärztliche Weiterbildung zum Thema Digitalisierung in der Medizin, das in in das bestehende Weiterbildungsangebot integriert werden soll. Nach erfolgreicher Pilotphase werde eine Verstetigung als zertifizierte Fortbildung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt angestrebt. Über Kooperationsverträge soll das Weiterbildungsangebot ebenso umliegenden Kliniken zugänglich gemacht werden. Mit der Förderung wird das DELH zudem Teil eines künftigen Netzwerks heißt es weiter: “In sogenannten Future Labs treiben die zehn Hochschulen, die sich für die Finalrunde des Wettbewerbs qualifiziert hatten in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband, die strategische Entwicklung des Themas Weiterbildung an Hochschulen weiter voran und entwickeln Kriterien für ein mögliches Audit-Verfahren.”
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