DIVI und ADKA empfehlen Standardkonzentrationen für kontinuierliche Infusionen auf der Intensivstation16. November 2023 Foto: ©sudok1/stock.adobe.com Die Sektion Angewandte Pharmakologie in der Notfall- und Intensivmedizin der DIVI hat gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) Empfehlungen zu Standardkonzentrationen für die kontinuierliche Infusion auf Intensivstation erarbeitet. „Die Standardisierung des Medikationsprozesses ist ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit“, erklärt Sektionssprecherin Dr. Heike Hilgarth, Fachapothekerin für Klinische Pharmazie. Die Einführung von Standardkonzentrationen helfe, potenzielle Medikationsfehler zu reduzieren. In den USA und dem Vereinigtem Königreich sind bereits seit einigen Jahren nationale Empfehlungslisten etabliert. In Deutschland sind die jetzt veröffentlichten Empfehlungen für Standardkonzentrationen geeigneter Arzneistoffe die ersten ihrer Art, so Hilgarth. Die Grundlage zur Auswahl der Arzneistoffe durch die DIVI-Sektion und die ADKA bildete die 2021 von der DIVI und der Universitätsmedizin Mainz durchgeführte Umfrage zu Standardkonzentrationen bei Dauerinfusion. Basierend auf den darin veröffentlichten Ergebnissen wurde in einem zweistufigen Verfahren zunächst über den Einschluss der Wirkstoffe in die nationale Empfehlungsliste und anschließend über die zu empfehlende Konzentration abgestimmt. Der Entwurf der Empfehlungsliste wurde für ein vierwöchiges Moratorium auf der Website der DIVI für Kommentare und Anmerkungen veröffentlicht. Im Anschluss wurden die eingegangenen Kommentare und Anmerkungen diskutiert und führten zu ergänzenden Angaben zu zwei Arzneimitteln. „Wir sind davon überzeugt, dass die Einführung unseres Standardisierungs-Kataloges die Arzneimitteltherapie für den Patienten nachhaltig sicherer macht“, so Sektionssprecherin Hilgarth. Die Umsetzung der Standardkonzentrationen sollte im interprofessionellen Team vorbereitet und begleitet werden. Die Sektion Angewandte Pharmakologie in der Notfall- und Intensivmedizin wird die Umsetzung der Standardkonzentrationen ebenfalls begleiten sowie evaluieren.
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