Dokumentationswerkzeug soll Versorgungsqualität in der Urologie verbessern24. Oktober 2023 “Urocloud plus” erweitert das bestehende Dokumentationswerkzeug Urocloud. Foto: Songkhla Studio – stock:adobe.com Mit der Datenplattform „Urocloud plus“ stellt der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) den Urologen ein erweitertes Werkzeug zur Dokumentation von Versorgungsdaten in der Urologie zur Verfügung. Nach Angaben des Verbandes ermöglicht Urocloud plus die sektor- und fachbereichsübergreifende, strukturierte Dokumentation von urologischen Erkrankungen und erbrachten Leistungen (u.a. Prostata, Blase, Nierenbecken, Hoden) über eine modulare Online-Anwendung. Die Daten werden per Browser erfasst, zentral gesammelt und beteiligten Behandlern zur Verfügung gestellt. Ziel sei es, die Versorgungsqualität zu erfassen und zu verbessern und die Berufsgruppe der Urologen an der Erfassung eigener Leistungsdaten zu beteiligen. Die Erfassung und der Umgang mit Daten in der Urocloud plus orientiere sich in ihrer Struktur an den bereits im Jahr 2016 im „Uro-Kodex“ definierten Standards im Umgang mit sensiblen Patientendaten, heißt es in einer Mitteilung. „Der Uro-Kodex ist Grundlage für die zentrale Vorgabe von Dokumentationsinhalten und deren Strukturierung in der Urologie“, so Prof. Peter J. Goebell, 1. BvDU-Vizepräsident, der maßgeblich zur Realisierung dieses Projekts beigetragen hat. Mit Urocloud plus können Urologen Versorgungsdaten erfassen, IV-Verträge abrechnen und Indikationskonferenzen mittels Einbindung von AIS und KIS durchführen. Über ein optionales Modul lassen sich Daten an die Krebsregister übertragen. BvDU-Mitglieder können bei der Nutzung der Urocloud plus besondere Konditionen in Anspruch nehmen. „Der BvDU freut sich mit der Urocloud plus, Urologinnen und Urologen in Zukunft ein ausgereiftes, umfassendes und sektorübergreifendes Dokumentationstool zur Verfügung stellen zu können“, betont Goebell. So erfülle die Datenerfassung mittels Urocloud plus beispielsweise auch die Voraussetzung für eine Zertifizierung gemäß Onkologievereinbarung und sei zudem Basis für eine nachhaltige Unterstützung von Forschung und Wissenschaft. „Mit Urocloud plus haben wir für die Urologie Zugriff auf eine transsektorale und interdisziplinäre gemeinsame Datenbasis für alle Behandler und die Möglichkeit der strukturierten und schnellen Dokumentation mittels Auswahl vorgegebener Optionen mit wenigen Freitextfeldern,“ fasst Goebell zusammen. Mit der Bereitstellung und Weiterentwicklung der Urocloud plus hat der BvDU sein Tochterunter-nehmen, die VgURO Versorgungsgesellschaft Urologie mbH, beauftragt. Die VgURO koordiniere und verantworte im Namen des Berufsverbands bereits erfolgreich den Abschluss von Selektivverträgen mit Kostenträgern im Fachgebiet der Urologie, heißt es in der diesbezüglichen Pressemitteilung. Bereits seit 2006 pflegen in der Urocloud nach BvDU-Angaben 40 Kliniken und Praxen mit über 400 Ärzten die Qualitätsindikatoren für 76.000 Patienten in 430.000 Behandlungsdokumentationen ein. Dieses Erfolgsmodell werde unter dem Dach des Berufsverbands durch die VgURO mit der Urocloud plus nun fortgeschrieben. (BvDU/ms)
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