Draußen zu spielen ist gut für die psychische Gesundheit von Kindern

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Kinder, die im Alter von zwei bis vier Jahren mehr Zeit mit Spielen im Freien verbringen, entwickeln später in der Kindheit möglicherweise seltener emotionale und Verhaltensauffälligkeiten. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die im „Journal of Child Psychology and Psychiatry“ veröffentlicht wurde.

Bei den meisten Kindern treten nur geringe psychische Probleme auf, die auch während der gesamten Kindheit gering bleiben. Bei einigen nehmen die psychischen Probleme im Laufe der Kindheit zu, während andere bereits früh Schwierigkeiten haben. Die neuen Erkenntnisse deuten nun darauf hin, dass Kinder, die im Vorschulalter häufiger und länger im Freien spielen, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, bis zu einem Alter von acht Jahren nur geringe psychische Probleme zu entwickeln.

Die Forschenden hatten Daten von 4151 Kindern aus dem Kohorten-Datensatz „Growing Up in Scotland“ analysiert und sich dabei auf psychische Symptome im Alter von vier, fünf, sechs und acht Jahren konzentriert. Dazu gehörten externalisierende Symptome – also Problemverhalten wie Aggression, Impulsivität und Hyperaktivität – sowie internalisierende Symptome wie Angstzustände und Depressionen.

Spielerisch zu besserer psychischer Gesundheit

Die Studie ergab, dass diejenigen, die im Alter von zwei, drei und vier Jahren häufiger im Freien spielten, mit höherer Wahrscheinlichkeit bis in die mittlere Kindheit hinein in einer Gruppe mit geringen Symptomen und guter psychischer Gesundheit blieben. Konkret zeigten die Ergebnisse, dass für jeden zusätzlichen Tag, an dem ein Kind in einer typischen Woche während der Vorschulzeit im Freien spielt, die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Kind bis zum Alter von acht Jahren ein gesundes psychisches Profil aufweist, um sechs bis 14 Prozent steigt.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass es eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Förderung einer besseren psychischen Gesundheit sein könnte, kleinen Kindern mehr Gelegenheiten zum Spielen im Freien zu bieten, und dass dies im Rahmen der Gesundheits-, Bildungs- und Raumplanungspolitik berücksichtigt werden sollte. Dazu gehört die Bereitstellung ausreichender Mittel für die Einrichtung und Instandhaltung von Spielplätzen sowie der Schutz der verschiedenen Räume, die Kinder und Familien zum Spielen nutzen, darunter informelle Bereiche in der Nähe des Wohnortes, Parks und andere Grünflächen. Diese öffentlichen Räume sind besonders wichtig für Menschen, die keinen Zugang zu einem Garten haben“, betonte die Leiterin der Studie, Prof. Helen Dodd von der Universität Exeter, Großbritannien.

Auftrag an Bildungspolitiker und Raumplaner

Um den Effekt des Spielens im Freien isoliert zu betrachten, kontrollierten die Forscher eine Reihe weiterer relevanter Variablen, darunter das Geschlecht des Kindes, die ethnische Zugehörigkeit, das höchste Bildungsniveau im Haushalt, die Anzahl der körperlichen Beschwerden des Kindes, den Beschäftigungsstatus der Eltern sowie die Frage, ob die Familie Zugang zu einem Park innerhalb von zehn Minuten vom Wohnort und/oder Zugang zu einem Garten hatte.

Marguerite Hunter Blair OBE, Vorsitzende des britischen Children’s Play Policy Forum, begrüßte die Studie und sagte: „Diese Ergebnisse zeigen deutlich, wie wichtig spielerische Frühförderung ist, die sich langfristig positiv auf die psychische Gesundheit von Kindern im Vorschulalter auswirken kann. Diese Erkenntnisse belegen, dass unsere kleinen Kinder erheblich von mehr Spielmöglichkeiten und besseren Spielräumen profitieren werden. Um dies zu unterstützen, müssen Regierungen und Kommunalbehörden das Spielen im Freien in ihre wichtigsten politischen Strategien einbeziehen und mit den Gemeinden zusammenarbeiten, um diese unverzichtbaren Spielräume zu schaffen und zu verbessern.“