DRG verleiht Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preis an Radiologin aus München7. Juni 2023 Symbolbild: Kondor83 – stock.adobe.com PD Dr. Alexandra Gersing ist auf dem Präsenzteil des 104. Deutschen Röntgenkongresses in Wiesbaden mit dem Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preis 2023 der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) geehrt worden. Gersing ist Oberärztin und Leiterin MRT und KI-Forschung am Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie des Klinikums der Universität München. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Habilitationsschrift „Neue Techniken zur Optimierung der muskuloskelettalen Diagnostik“. „Die muskuloskelettale Bildgebung wird durch die stetige Entwicklung neuer Verfahren und Techniken im Bereich der quantitativen und morphologischen Bildgebung sowie durch KI-basierte Auswertungen immer weiter verbessert. Die Habilitationsschrift „Neue Techniken zur Optimierung der muskuloskelettalen Diagnostik“ von PD Dr. Alexandra Gersing gewährt Einblicke in diese Entwicklung”, so die DRG. So werde gezeigt, dass quantitative MRT-Sequenzen, die den Kollagen-, Proteoglykan- und Wassergehalt des Gelenkknorpels messen, präzise Aussagen zu frühen Knorpelveränderungen ermöglichen, insbesondere bei Patienteninnen und Patienten mit Risikofaktoren. Dabei konnten Gersing und ihre Forschungsgruppe nachweisen, dass der Knorpel von Diabetikerinnen und Diabetikern einer schnelleren Degeneration unterliegt als der Knorpel von Individuen ohne Diabetes und dass bei übergewichtigen Patientinnen und Patienten eine Gewichtsreduktion eine Verlangsamung der Degeneration des Gelenkknorpels und der Menisken bewirken kann. Die Entwicklung neuer quantitativer MRT-Sequenzen und KI-Algorithmen komme zudem bei Patientinnen und Patienten mit Knochentumoren und Frakturen zum Einsatz. Neue Verfahren können aus MRT-Daten CT-ähnliche Bilder generieren, die bei der Beurteilung von Frakturen und Tumoren Knochen mit hoher Präzision abbilden. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen könnten so eine zusätzliche Strahlenbelastung und zusätzliche Untersuchungen vermieden werden. Über den Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preis: Die DRG vergibt den Preis alljährlich während des Deutschen Röntgenkongresses zum Gedenken an ihren Namensgeber. Der Preis wird seit 1979 verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird für hervorragende aktuelle Habilitationsschriften verliehen, die dem Fortschritt der Radiologie dienen. Eingeschlossen sind Themen aus den Gebieten der diagnostischen, interventionellen und experimentellen Radiologie sowie der Medizinphysik. Die Arbeit, die in der Regel bei Einreichung der Bewerbungsunterlagen nicht älter als drei Jahren sein sollte, muss in deutscher oder englischer Sprache abgefasst sein und sollte noch nicht ausgezeichnet worden sein. Die Autorin oder der Autor muss DRG-Mitglied sein.
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