E-Zigaretten und suizidales Verhalten bei Jugendlichen

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Ob der Konsum von E-Zigaretten mit suizidalen Verhaltensweisen bei Jugendlichen in Zusammenhang steht, haben Wissenschaftler in einer Querschnittsstudie untersucht.

Darin wurden Koreaner der Klassenstufen 7–12 eingeschlossen, die im Zeitraum 2015–2018 an der landesweiten webbasierten Umfrage zu Risikoverhalten unter Jugendlichen teilgenommen hatten. Man führte eine multiple logistische Regressionsanalyse durch, um den Zusammenhang zwischen der anfänglich konsumierten Zigarettenart und suizidalem Verhalten (Suizidgedanken, Suizidplanung und -versuchen) zu bewerten. Alle Teilnehmer füllten Fragebögen zu ihrer Vorgeschichte von suizidalem Verhalten aus und wurden nach der Art der Zigarette, die sie als erste konsumiert hatten, sowie gegebenenfalls zum Wechsel auf andere Produkte in Gruppen eingeteilt.

Insgesamt 255.887 Probanden (51,2% männlich; mittleres Alter 15,0 [1,8] Jahre) wurden in die Primäranalyse eingeschlossen. Von 131.094 Jungen konsumierten 3310 (2,5%) zuerst E-Zigaretten und 27.368 (20,9%) als erstes konventionelle Zigaretten. Bei den 124.793 Mädchen begannen 952 (0,8%) ihrer Raucher-Karriere mit E-Zigaretten und 9296 (7,4%) konsumierten zunächst konventionelle Zigaretten. Von denjenigen, die initial E-Zigaretten dampften, unternahmen 178 von 3310 Jungen (5,4%) und 134 von 952 Mädchen (14,1%) einen Selbstmordversuch. Unter denjenigen, die zunächst konventionelle Zigaretten geraucht hatten, taten dies 946 von 27.368 Jungen (3,5%) und 911 von 9296 Mädchen (9,8%).

Jugendliche, die anfangs E-Zigaretten konsumierten, hatten ein höheres Risiko für suizidales Verhalten; dies betraf sowohl die Planung eines Suizids (Jungen: adjustierte OR [aOR]: 1,63; 95%-KI 1,40–1,89; p<0,001; Mädchen: aOR 1,55; 95%-KI 1,23–1,95; p<0,001) als auch Suizidversuche (Jungen: aOR: 1,55; 95%-KI 1,28–1,87; p<0,001; Mädchen: aOR 1,64; 95%-KI 1,29–2,10; p<0,001) im Vergleich zu Jugendlichen, die initial herkömmliche Zigaretten konsumierten. Der Wechsel von E- zu herkömmlichen Zigaretten war sowohl bei Jungen (aOR 1,89; 95%-KI 1,39–2,57; p<0,001) als auch bei Mädchen (aOR 2,36; 95%-KI 1,53–3,64; p<0,001) mit einem höheren Risiko für Suizidversuche verbunden als das Umsteigen von herkömmlichen auf E-Zigaretten.

Fazit
Jugendliche, die anfangs E-Zigaretten konsumierten, hatten ein höheres Risiko für suizidales Verhalten. Künftige Forschungsarbeiten zum Zusammenhang von E-Zigaretten und der psychischen Gesundheit von Jugendlichen sowie Interventionen zur Suizidprävention sollten die Art der initial konsumierten Produkte berücksichtigen, resümieren die Studienautoren. (mm)

Autoren: Kim G et al.
Korrespondenz: Sung-In Jang; [email protected]
Studie: Association of Cigarette Type Initially Smoked With Suicidal Behaviors Among Adolescents in Korea From 2015 to 2018
Quelle: JAMA Netw Open 2021;4(4):e218803.
Web: https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2021.8803