Effekte des Alters auf die Stoffwechselprogression hin zu einem Typ-1-Diabetes28. Juni 2023 Kind mit Diabetes spritzt sich Insulin. (Foto: © ehrenberg-bilder – stock.adobe.com) Das Risiko, von einer Autoantikörper(AAB)-Positivität zu einem Typ-1-Diabetes (T1D) zu gelangen, steht in umgekehrtem Verhältnis zum Alter. Keinen Einfluss hat das Alter hingegen auf die Muster des C-Peptid-Verlusts oder die Veränderungen der Insulinsensitivität bei AAB-positiven Personen, wie eine italienische Studie zeigt. Um zu klären, ob das Alter die Muster des C-Peptid-Verlusts oder die Veränderungen der Insulinsensitivität bei AAB-positiven Personen, die zu einem T1D der Stufe 3 fortschreiten, beeinflusst, bestimmte das Forscherteam um Ele Ferrannini vom CNR Institute of Clinical Physiology in Pisa, Italien, die β-Zellfunktion und die Insulinsensitivität durch Modellierung oraler Glukose-Toleranztests von 658 AAB-positiven Studienteilnehmern. Diese wurden im Rahmen des Diabetes Prevention Trial-Type 1 (DPT-1) beobachtet. Konkret wurden in dieser aktuellen Sekundäranalyse der DPT-1-Studie die zeitlichen Verläufe der β-Zellfunktion und der Insulinsensitivität bei Teilnehmern analysiert, die einen T1D entwickelten, um die Auswirkungen des Alters auf die Muster der Stoffwechselprogression zum Diabetes zu untersuchen. In der gesamten Kohorte mit DPT-1-Patienten lag das höchste diskriminierende Alter für das T1D-Risiko bei 14 Jahren, wobei Teilnehmer im Alter von weniger als 14 Jahren ein doppelt so hohes Risiko aufwiesen, an T1D zu erkranken, als Personen im Alter von mindestens 14 Jahren. Zu Beginn der Untersuchungen war die Glukosesensitivität der β-Zellen bei Probanden im Alter von unter 14 Jahren in einem vergleichbaren Ausmaß beeinträchtigt wie bei Teilnehmern in einem Alter von mindestens 14 Jahren. Vom Studienbeginn an bis zum Auftreten eines T1D im Stadium 3 nahmen die β-Zell-Glukosesensitivität und die Insulinsensitivität in beiden Gruppen deutlich ab. Es gab jedoch keine signifikanten Unterschiede in der jährlichen Abnahmerate der Glukose- (Median -13,7 vs. -11,9 pmol/min/m2; p=0,52) oder der Insulinsensitivität (Median -22 vs. -14 ml/min/m2; p=0,07) zwischen Probanden im Alter von unter 14 Jahren und mindestens 14-jährigen Teilnehmern. Den Autoren zufolge deuten diese Resultate darauf hin, dass während der Progression zum T1D der Stufe 3 die Änderungsraten der abnehmenden Glukose- und der Insulinsensitivität zwischen Patienten im Alter von unter 14 Jahren und über 14 Jahren nicht signifikant unterschiedlich sind. Laut Aussage der Autoren scheint es vielmehr einen vorhersehbaren Verlauf der abnehmenden Stoffwechselfunktion während der Progression zum T1D zu geben, der nicht vom Alter beeinflusst wird. (je)
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