ELISA-basierte Diagnostik beim Bullösen Pemphigoid28. April 2026 Symbolbild: © vladim_ka – stock.adobe.com Eine polnische Metaanalyse bestätigt: ELISA-Tests auf BP180- und BP230-Autoantikörper sind wichtige Bausteine im diagnostischen Algorithmus des Bullösen Pemphigoids und unterstützen eine präzise Diagnostik. Dermatologen aus Polen bewerteten die diagnostische Leistung von enzymgebundenen Immunadsorptionstests (ELISA), mit denen BP180- und BP230-Autoantikörper bei Patienten mit Bullösem Pemphigoid (BP) nachgewiesen werden. Die Studie wurde als systematische Überprüfung und Metaanalyse unter Einhaltung der PRISMA-Richtlinien (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses) durchgeführt und im „International Journal of Dermatology“ veröffentlicht. Ihre Ergebnisse unterstreichen den klinischen Stellenwert serologischer Tests im diagnostischen Algorithmus des BP. Das Team durchsuchte PubMed, Embase und Central nach Studien, die BP180‑ und/oder BP230‑ELISA bei Patienten mit klinisch und/oder immunpathologisch gesichertem BP eingesetzt hatten. In die endgültige Analyse wurden 17 Studien mit 1768 BP-Patienten und 1382 Kontrollen aufgenommen. Die Datenextraktion und die Bewertung des Verzerrungsrisikos wurden unabhängig voneinander von zwei Gutachtern durchgeführt. Gepoolte Schätzwerte berechneten die Autoren mittels bivariatem Random-Effects-Modell. Bestimmung von Sensitivität und Spezifität Für den BP180‑ELISA ergab sich eine gepoolte Sensitivität von 82,0 Prozent (95%-Konfidenzintervall [KI] 75,9–86,8) und eine Spezifität von 94,1 Prozent. Demgegenüber zeigte der BP230‑ELISA eine geringere Sensitivität von 58,6 Prozent (95%-KI 51,2–65,7), bei gleichzeitig hoher Spezifität von 94,8 Prozent (95%-KI 89,0–97,7). Das Verzerrungsrisiko war insgesamt niedrig. Die Evidenzsicherheit wurde für BP180 als hoch und für BP230 aufgrund von Impräzision und Publikationsbias als niedrig eingestuft. Nach Ansicht der Autoren ist der BP180-ELISA ein zuverlässiges Diagnoseinstrument mit hoher Genauigkeit und geringer Heterogenität ist, was seine Verwendung als zuverlässiges, nicht invasives Diagnoseinstrument in der Routinepraxis unterstützt. Der BP230-ELISA sei zwar hochspezifisch, eigne sich aber aufgrund seiner moderaten Sensitivität am besten als Zusatz- oder Bestätigungstest, insbesondere bei chronischen oder atypischen Verlaufsformen, um die diagnostische Ausbeute zu verbessern. (ins)
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