Eltern mit Wartezeit auf Kinderarzttermine weiterhin zufrieden12. März 2018 Foto: © YakobchukOlena – Fotolia.com Eltern sind mit der Wartezeit auf Arzttermine bei Kinderärzten nach wie vor zufrieden. Das ist das Ergebnis des Patientenbarometers 01/2018, das das Bewertungsportal Jameda zweimal im Jahr erhebt. Demnach bewerteten Eltern die Wartezeit auf einen Arzttermin im Jahr 2017 mit einer 1,85 auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 – fast genauso gut wie im Jahr zuvor (1,83). Im Facharztvergleich landen die Kinderärzte mit dieser Bewertung für die Wartezeit auf dem fünften von insgesamt zehn Plätzen. Die kürzesten Wartezeiten unter allen Facharztgruppen lassen die Bewertungen der Zahnärzte vermuten: Sie führen mit einer 1,46 das Ranking an. Dermatologen belegen mit einer 2,44 hingegen den letzten Platz, was auf längere Wartezeiten zurückzuführen sein dürfte. Auffällig ist, dass Patienten von Ärzten, bei denen Termine online vereinbart werden können, scheinbar zufriedener mit den Wartezeiten sind. Auch bei Ärzten für Kinder- und Jugendmedizin ist diese Tendenz deutlich zu erkennen. Somit erhalten Kinderärzte mit Online-Terminvergabe eine 1,25 für ihre Wartezeit, Ärzte ohne Online-Terminbuchung kommen hingegen nur auf eine 1,92. Dies könnte nach Einschätzung der Portalbetreiber damit zusammenhängen, dass Eltern, die Arzttermine für ihre Kinder online buchen, den vollen Überblick über verfügbare Termine haben und auch kurzfristig freigewordene Termine vereinbaren können. Eltern von gesetzlich versicherten Kindern bewerten die Wartezeit auf einen Arzttermin bei Kinderärzten schlechter als Eltern von Privatpatienten. Dieser Unterschied in der Zufriedenheit lässt sich über alle Facharztgruppen hinweg beobachten. Im Durchschnitt erhalten Kinderärzte eine 1,82, wenn Kinder gesetzlich versichert sind, und eine 1,64 von Eltern mit privat versicherten Kindern. Dies lässt darauf schließen, dass privat versicherte Kinder in der Regel kürzer auf einen Termin warten müssen. Die Gesamtzufriedenheit der Deutschen mit ihren Ärzten blieb im Jahr 2017 mit einer durchschnittlichen Bewertung von 1,75 weiterhin hoch, auch wenn sie im Vergleich zum Vorjahr marginal gesunken ist (1,73). Die Kinderärzte haben im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls etwas verloren und landen im Gesamtranking mit einer Durchschnittsnote von 1,86 auf dem siebten Platz. Besonders überzeugen können sie mit ihrer Freundlichkeit (1,84) und der Wartezeit auf einen Termin (1,85). Auf Platz eins des Facharzt-Rankings liegen wie im Jahr zuvor die Zahnärzte mit einer durchschnittlichen Bewertung von 1,31.
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