Erhöhte Harnsäurewerte steigern das Migränerisiko11. Juli 2022 Foto: © Countrypixel – stock.adobe.com Erhöhte Harnsäurewerte stellen einen Risikofaktor für Migräneattacken dar. Darauf deutet eine Studie chinesischer Wissenschaftler hin, die den Zusammenhang zwischen Serumurat und der Häufigkeit von Migräne untersucht hatten. Für die Querschnittstudie analysierten Peiwei Hong von der Sichuan University und Kollegen die Daten von 18.637 Teilnehmern des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES), von denen 208 als Migränepatienten galten. Alle anderen Teilnehmer wurden der Kontrollgruppe zugeordnet. Die Diagnose einer Migräne basierte auf Selbstauskünften der Teilnehmer und Medikamentenverschreibungen. Die Analyse der Daten ergab, dass sich beide Gruppe in Bezug auf das Durchschnittsalter (p=0,0389), das Geschlecht (p<0,0001), den Drogenkonsum, das Blutalbumin (p<0,0001), das Gesamtprotein im Blut (p<0,0001), das Hämoglobin (p<0,0001), das Serumeisen (p<0,0001) und das Serumurat (p<0,0001) signifikant unterschieden. Den logistischen Regressionsmodellen zufolge gab es keine konsistente lineare Beziehung zwischen Serumurat und Migräne, weder vor (Modell 1: Odd Ratio [OR] 0,83; p=0,0004) noch nach Anpassung an Störfaktoren (Modell 2: OR 0,96; p=0,5198; Modell 3: OR 0,84; p=0,0184). Eine glatte Kurvenanpassung ergab jedoch eine exponentielle Kurvenbeziehung zwischen Serumurat und Migräne. Wenn der Serumuratwert über 7,8 mg/dl lag, war ein höherer Serumuratwert mit einem häufigeren Auftreten von Migräne korreliert (Modell 1: OR 1,54; p=0,0022; Modell 2: OR 1,51; p=0,0050; Modell 3: OR 1,77; p=0,0348). Acht der 208 Migränepatienten hatten einen Serumuratwert von mehr als 7,8 mg/dl. Die Autoren resümieren, dass zwischen Serumurat und Migräne eine exponentielle Kurvenbeziehung besteht, mit einem Schwellenwert von 7,8 mg/dl. Lag der Serumuratwert über 7,8 mg/dl, korrelierte ein höherer Harnsäurespiegel mit einem häufigeren Auftreten von Migräne.
Mehr erfahren zu: "Neuroinflammation treibt Dravet-Syndrom voran" Neuroinflammation treibt Dravet-Syndrom voran Aktuelle Studienergebnisse deuten darauf hin, dass beim Dravet-Syndrom eine überaktive Immunreaktion im Gehirn eine Rolle spielen könnte. Bislang konzentrierte sich die Ursachenforschung vor allem auf eine Mutation im SCN1A-Gen, die […]
Mehr erfahren zu: "Studie zu problematischer Internetnutzung: Versuchung ist stärker als Stress" Studie zu problematischer Internetnutzung: Versuchung ist stärker als Stress Menschen mit problematischer Internetnutzung erleben häufiger Stress und schlechte Stimmung. Entscheidend dafür, ob sie tatsächlich online gehen, ist jedoch vor allem die Versuchung, wie eine Studie der Universität Duisburg-Essen zeigt.
Mehr erfahren zu: "Nikotinkonsum bei Jugendlichen: Forschende finden Zusammenhang mit psychischer Gesundheit" Nikotinkonsum bei Jugendlichen: Forschende finden Zusammenhang mit psychischer Gesundheit Heranwachsende, die Nikotin konsumieren, klagen mit höherer Wahrscheinlichkeit über Symptome von Angst, Depression und anderen psychischen Problemen als Nichtkonsumenten im selben Alter. Das geht aus aktuellen Untersuchungen an der Universität […]