Ernährungsunterstützung während der Schwangerschaft verbessert die Geburtsergebnisse in armen Ländern25. Mai 2026 Symbolbild © Vera/stock.adobe.com In Teilen der Welt, in denen die tägliche Ernährung unsicher ist, sind Schwangerschaft und die Gesundheit von Neugeborenen besonders gefährdet. Eine neue Studie liefert weitere Belege dafür, dass eine Supplementierung der mütterlichen Ernährung während der Schwangerschaft eine entscheidende Maßnahme zur Verbesserung der Geburtsergebnisse sein kann. Auf der Grundlage von acht klinischen Studien in Afrika und Südasien kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Nahrungsergänzungsmittel mit ausgewogener Energie- und Proteinzufuhr (BEP-Supplemente) – lebensmittelbasierte Produkte wie Getränke oder nährstoffreiche Pasten, die darauf ausgelegt sind, die Kalorien- und Proteinzufuhr zu erhöhen – in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen mit einem gesünderen Geburtsgewicht und einer geringeren Anzahl von Neugeborenen mit hohem Risiko assoziiert sind. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „PLOS Medicine“ veröffentlicht. „In Umgebungen, in denen schwangere Frauen keinen Zugang zu ausreichenden Mengen an Kalorien und Proteinen haben, ist es wichtig, frühzeitig zu handeln“, erklärt Studienleiter Dongqing Wang vom College of Public Health der George Mason University. „Eine Verbesserung der mütterlichen Ernährung kann das Risiko ungünstiger Geburtsergebnisse verringern.“ Warum dies wichtig ist Mangelernährung der Mutter setzt Säuglinge einem erhöhten Risiko für Tod, Krankheit und Entwicklungsverzögerungen aus. Interventionen konzentrierten sich häufig auf die Supplementierung von Mikronährstoffen; diese Studie zeigt jedoch, dass lebensmittelbasierte Ansätze zur Steigerung der Kalorien- und Proteinzufuhr das fetale Wachstum möglicherweise besser unterstützen. BEP-Supplemente können zudem über bestehende Programme zur Gesundheitsversorgung von Müttern bereitgestellt werden, was sie zu einer praktikablen Lösung für eine flächendeckende Umsetzung macht. Wang führt derzeit außerdem weitere Forschungsarbeiten in Äthiopien durch, in denen die Kosteneffizienz verschiedener Ansätze der BEP-Supplementierung untersucht wird. Die wichtigsten Ergebnisse Wang und seine Kollegen kombinierten in ihrer Meta-Analyse Daten auf individueller Ebene aus randomisierten kontrollierten Studien, die in Nepal, Gambia, Pakistan und mehreren anderen Regionen mit niedrigem und mittlerem Einkommen durchgeführt wurden. Das Team verglich die Ergebnisse bei schwangeren Personen, die BEP-Supplemente erhielten, mit jenen, die keine erhielten. BEP-Supplemente waren mit einem höheren Geburtsgewicht sowie einem geringeren Risiko verbunden, dass Babys mit zu niedrigem Geburtsgewicht oder – bezogen auf ihr Gestationsalter – zu klein zur Welt kommen. Die Effekte waren besonders deutlich bei Babys, die im Verhältnis zu ihrem Gestationsalter zu klein waren – einer Gruppe mit erhöhtem Risiko für neonatale Sterblichkeit. Auß0erdem schienen die positiven Effekte bei Frauen stärker ausgeprägt zu sein, die mit der Supplementierung früher in der Schwangerschaft begannen, insbesondere vor der 20. Schwangerschaftswoche. Den Autoren zufolge bedarf es weiterer Forschung, um den optimalen Ansatz für die gezielte Bereitstellung von BEP-Supplementen an vulnerable Schwangere zu ermitteln, die am wahrscheinlichsten von der Supplementierung profitieren. (lj/BIERMANN) Ebenfalls interessant zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft: Cholin in der Schwangerschaft: Höhere Zufuhr senkt Entzündungswerte Schwangerschaft: Geruch fettiger Lebensmittel fördert Fettleibigkeit in der nächsten Generation
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