EU fördert Robotik im Gesundheitswesen mit 16 Millionen Euro9. Januar 2019 Dem Fraunhofer IPA steht ein Interventionsraum mit Bildgebung für die Forschung zur Verfügung. Foto: Fraunhofer IPA/Vanessa Stachel Die Europäische Kommission investiert 16 Millionen Euro in DIH-HERO. Das Projekt soll Innovationen und die Implementierung von Robotik im Gesundheitswesen voranbringen. Koordiniert wird das 17 Partner starke Projektkonsortium aus zehn europäischen Ländern von der Universität Twente. Digital Innovation Hubs in Healthcare Robotics, kurz DIH HERO, hat das Ziel, in den nächsten vier Jahren eine unabhängige Plattform aufzubauen, um Unternehmen, Forschungsinstitute, Investoren und andere Interessengruppen miteinander zu vernetzen. Indem die Teilnehmer dabei unterstützt werden, Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Robotik verschiedenen Gesundheitsdienstleistern zur Verfügung zu stellen, soll die Zusammenarbeit in der Robotik erleichtert und Innovationen bestärkt werden. Zur Teilnahme sind in Europa ansässige kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aufgefordert. KMU können sich auf die offenen Ausschreibungen ab Sommer 2019 bis zum Frühjahr 2021 bewerben. Mit mehr als acht Millionen Euro werden Reisekosten, Demonstratoren und Technologietransfer gefördert. Stefano Stramigioli, Professor für Robotik an der Universität Twente und Koordinator des europaweiten Netzwerks, erklärt: »Der Weg, medizinische Innovationen in die klinische Praxis zu überführen, ist holprig, zeitaufwendig und erfordert erhebliche Investitionen. Hier geht es um klinische Erprobung, die Entwicklung von effizienten Produktionsmethoden, die Kontaktaufnahme zu Investoren, die Etablierung von Unternehmen und die Distribution, nur um einige Schritte zu nennen. Des Weiteren gibt es viele Akteure, die an verschiedensten Innovationen in der Robotik arbeiten.« Die Europäische Kommission beabsichtigt, den Innovationszyklus entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu beschleunigen, indem eine effiziente Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen durch die Vernetzung von relevanten Stakeholdern sichergestellt werden soll. Jeder einzelne der 17 Partner des Konsortiums repräsentiert ein Netzwerk an Gesundheits- und Forschungsinstituten, Investoren und kommerziellen Unternehmen, die in der Robotik im Bereich des Gesundheitswesens aktiv sind. Durch die Vernetzung der relevanten Stakeholder und die Stimulierung von maßgeschneiderten Investitionen wird diese Plattform den Mehrwert entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Gesundheitsökosystem maßgeblich verbessern. Als einer der Hauptpartner besitzt das Fraunhofer IPA eine lange Tradition, automatisierte Lösungen für das Gesundheitswesen zu entwickeln, wie beispielsweise im Bereich der Altenpflege, der innovativen Labordiagnostik oder der Unterstützung von minimalinvasiven Operationen. Sein »Application Center for Automation in Healthcare« ist ein in der EU anerkannter Digital Innovation Hub. »Wir sind davon überzeugt, dass DIH-HERO einen großen Einfluss auf die Innovation im Gesundheitswesen haben kann und dass das Projekt einen bedeutenden Mehrwert entlang der Wertschöpfungskette bringen wird, indem exzellente Produkte und Dienstleistungen an den Markt gebracht werden, mit dem größten Nutzen für den Endverbraucher – dem Patienten«, fasst Stramigioli zusammen. Das Projekt DIH-HERO wird gefördert durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union, unter der Fördervereinbarungsnummer 825003. wissenschaftlicher Ansprechpartner: Axel Storz Telefon +49 711 970-3660 [email protected] http://www.dih-hero.eu
Mehr erfahren zu: "Kinderurologe Wolfgang Rösch mit Maximilian-Nitze-Medaille ausgezeichnet" Kinderurologe Wolfgang Rösch mit Maximilian-Nitze-Medaille ausgezeichnet Der renommierte Kinderurologe Prof. Wolfgang Rösch ist beim 78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Düsseldorf mit der Maximilian-Nitze-Medaille geehrt worden, der höchsten Auszeichnung der DGU. Sie wird […]
Mehr erfahren zu: "Urologie unter Druck – aber nicht hilflos" Urologie unter Druck – aber nicht hilflos „Die Zeiten des Altruismus sind vorbei!“ Mit dieser Aussage bekräftigte Dr. Axel Belusa, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologie (BvDU), beim 78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in […]
Mehr erfahren zu: "Merz sieht Gerechtigkeitsproblem bei Kassen- und Privatpatienten" Merz sieht Gerechtigkeitsproblem bei Kassen- und Privatpatienten Die schwarz-rote Koalition ringt um Akzeptanz für die geplanten Reformen im Renten- und Gesundheitsbereich. Nun räumt Bundeskanzler Friedrich Merz ein, dass die Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Versicherten das Gerechtigkeitsempfinden […]