Forschungsteam evaluiert Brustkrebsmortalität im deutschen Mammographie-Screening-Programm3. August 2022 Prof. Dr. André Karch und Privatdozentin Dr. Heike Minnerup vom Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der WWU Münster. Copyright: UKM – Marcus Heine Ein Team um Privatdozentin Dr. Heike Minnerup und Prof. Dr. André Karch der Universität Münster untersucht die Auswirkung des Mammographie-Screening-Programms auf die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland. Die Forschung baut auf vorherigen Untersuchungen der vergangenen Jahre auf und leistet einen wichtigen Beitrag für eine mögliche Weiterentwicklung des deutschen Mammographie-Screening-Programms zur Früherkennung von Brustkrebs. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie fördern das Forschungsvorhaben mit rund 5,5 Millionen Euro für drei Jahre. Ab 2005 wurde das qualitätsgesicherte und bevölkerungsbezogene Mammographie-Screening-Programm (MSP) zur Früherkennung von Brustkrebs in Deutschland flächendeckend implementiert. Ziel des MSP ist die Senkung der Brustkrebssterblichkeit unter Minimierung der potenziellen Belastungen für die anspruchsberechtigten Frauen wie Strahlenbelastung, Überdiagnosen und Übertherapien. Da bei der Zulassung des deutschen MSP für eine Nutzen-Risiko-Bewertung keine nationalen Daten zur Verfügung standen und die Beurteilung nur auf internationalen Studienergebnissen aus vergangenen Jahrzehnten basierte, evaluiert ein Forschungsteam der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster die Wirkung dieser Früherkennungsuntersuchung auf die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland. Nach zwei vorgeschalteten Machbarkeitsstudien (2012 – 2017) und dem bereits erfolgreich durchgeführten ersten Teil der Hauptstudie (2018 – 2021) startet jetzt die abschließende Projektphase der Hauptstudie. Das Forschungsteam um Privatdozentin Minnerup und Karch vom Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der WWU Münster wertet nun die bereits erhobenen Daten mit verschiedenen, sich ergänzenden Analyseverfahren aus. Damit werden die Forscher das Projekt zur wissenschaftlich umfassenden Evaluation des MSPs auf die brustkrebsassoziierte Sterblichkeit abschließen. „Unsere Forschung leistet einen wichtigen Beitrag für eine künftige Weiterentwicklung des Mammographie-Screening-Programms in Deutschland“, erläutert Karch.Das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der WWU Münster arbeitet als koordinierende Einrichtung im Rahmen dieses Projekts mit Kooperationspartnern am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS GmbH), dem Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Abteilung Gesundheit, Pflege und Alterssicherung (SOCIUM) an der Universität Bremen und dem Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen gGmbH zusammen.
Mehr erfahren zu: "Nachtarbeit in der Schwangerschaft mit neurologischen Entwicklungsauffälligkeiten beim Kind assoziiert" Nachtarbeit in der Schwangerschaft mit neurologischen Entwicklungsauffälligkeiten beim Kind assoziiert Nachtarbeit während der Schwangerschaft ist mit einem erhöhten Risiko für neurologische Entwicklungsauffälligkeiten beim Kind verbunden, die im Alter von vier Jahren mittels Screening festgestellt werden können. Dies geht aus einer […]
Mehr erfahren zu: "Diabetes und Zyklus: Automatisierte Insulinabgabe gleicht nicht alles aus" Diabetes und Zyklus: Automatisierte Insulinabgabe gleicht nicht alles aus In der zweiten Hälfte des Zyklus benötigen viele Frauen mit Typ-1-Diabetes mehr Insulin, um ihre Blutzuckerwerte im Zielbereich zu halten. Eine Beobachtungsstudie zeigt jedoch trotz automatisierter Insulinabgabe deutliche individuelle Unterschiede. […]
Mehr erfahren zu: "Machtmissbrauch im Krankenhaus: Leitbild als Ausgangspunkt für Kulturwandel" Machtmissbrauch im Krankenhaus: Leitbild als Ausgangspunkt für Kulturwandel Acht Verbände setzen ein Zeichen gegen Machtmissbrauch im Krankenhaus: Ein gemeinsames Leitbild für Respekt, Sicherheit und Gleichbehandlung soll Ausgangspunkt eines nachhaltigen Kulturwandels sein.