Früh auftretender gastrointestinaler Krebs: Bessere Methoden zur Prävention und Früherkennung sind dringend notwendig27. Februar 2026 Abbildung: © Johura/stock.adobe.com Früh auftretender Magen-Darm-Krebs (GI-Krebs) ist definiert als Krebs, der bei Personen unter 50 Jahren diagnostiziert wird. Derzeit steigt die globale Inzidenz für frühen GI-Krebs an und in den USA zählt er zu der am schnellsten zunehmende Form von früh auftretendem Krebs. Weltweit waren unter den im Jahr 2022 gemeldeten früh auftretenden GI-Krebserkrankungen Kolorektalkarzinome (KRKs) am häufigsten (54,3 %; 184.709 Fälle), gefolgt von Magenkrebs (23,8 %; 80.885 Fälle), Speiseröhrenkrebs (13,2 %; 45.056 Fälle) und Pankreaskrebs (8,6 %; 29.402 Fälle). Die meisten früh auftretenden GI-Krebserkrankungen stehen dabei in einem direkten Zusammenhang mit veränderbaren Risikofaktoren, wie etwa Adipositas, schlechte Ernährung (z.B. zuckerhaltige Getränke, stark verarbeitete Lebensmittel), Bewegungsmangel, Zigarettenrauchen und Alkoholkonsum. Zu den nicht veränderbaren Risikofaktoren zählen die Familienanamnese, erbliche Syndrome (z.B. Lynch-Syndrom) und CED bei Patienten mit früh auftretendem KRK. Etwa 15–30 % der früh auftretenden GI-Krebserkrankungen weisen pathogene Keimbahnvarianten in Genen wie der DNA-Mismatch-Reparatur und BRCA1/2 (BReast CAncer 1/2) auf. Keimbahn- und somatische Gentests können helfen, die Behandlung zu steuern, andere Krebsarten (z. B. Endometriumkarzinom beim Lynch-Syndrom) zu erkennen und das familiäre Risiko besser zu bewerten. Die Behandlung von frühem GI-Krebs ähnelt der von später auftretenden Formen und umfasst in der Regel eine Kombination aus Chemotherapie, Operation und Bestrahlung, je nach Krebsart und Stadium. Auch Therapien mit Polyadenosindiphosphat-Ribose-Polymerase-Inhibitoren sollten für mit BRCA-assoziiertem Krebs des Pankreas zum Einsatz kommen. Im Vergleich zu GI-Krebserkrankungen, die nach dem 50. Lebensjahr diagnostiziert werden, erhalten Patienten mit früh auftretenden GI-Krebserkrankungen in der Regel mehr Behandlungen, haben jedoch oft eine ähnliche oder kürzere Überlebenszeit. Da die Prognose für Patienten mit frühen GI-Krebserkrankungen ähnlich oder schlechter ist als für die mit später auftretenden Formen, besteht nunmehr der dringende Bedarf für verbesserte Methoden zur Prävention und gezielten Früherkennung. (je)
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